Der beste Tag ist immer heute

Morgen. Morgen fange ich damit an – und schiebe doch wieder alles weiter, sämtliche Vorhaben und guten Vorsätze. Der nächste Tag ist dankbar und vor allem geduldig, er nimmt alles hin und mahnt nichts an. Dabei ist der Weg vom Wollen zum Machen überhaupt nicht mit Hindernissen gepflastert, ich allein bin es, die faul sitzen bleibt, wenn sie eigentlich laufen will, die lieber mit den Katzen schmust als zu bloggen.

Allerdings habe ich hier Hausrecht und kann – mein Blog sei Dank – so oft oder so wenig schreiben wie ich will. Seit jedoch nicht mehr die bei den Iron-Bloggern übliche Strafe von fünf Euro fürs wöchentliche Nicht-Bloggen droht, muss ich mich selbst antreiben, manchmal gelingt es, oft jedoch nicht.

Gerade habe ich mir eine Tasse Tee aufgegossen und erst in dem Moment bemerkt, dass der kalte Tee noch an dem Platz steht, auf den ich den heißen Tee stellen wollte.

Sonnige Lichtblicke gibt es immer und überall

Ein einziger fränkischer Ironblogger bloggt regelmäßig und tapfer und wird daher noch gelistet. Als ich mich übrigens dort angemeldet habe, war ich von der Aussicht auf Bier noch wenig begeistert, schließlich trank ich damals keins. Das hat allerdings den für den nordhessischen Regionalteil der Zeitung zuständigen Redakteur keineswegs daran gehindert, mich zu einer Bierverkostung zu schicken. Zu Hefeweizen, Pils und anderen Biersorten wurde Schokolade, Ahle Wurst, Käse oder Räucherfisch serviert. Ich hab alles brav probiert und – nach einem winzigen Schluck – das Bier an die neben mir Sitzenden weitergereicht. Die waren davon deutlich begeisterter.

Und heute? Die fränkischen Biere sind schon sehr lecker, genauso der fränkische Wein. So gesehen, habe ich mich – im Vergleich zu vorher – deutlich verbessert.

Neulich ein Gespräch belauscht, unfreiwillig selbstverständlich, andernfalls hätte ich mir die Finger in die Ohren stecken müssen: „Wenn ich auf etwas Appetit habe, muss ich es gleich machen, am nächsten Tag ist es zu spät“, sagt eine Frau zur anderen und erzählt, dass sie im Fernsehen gesehen hat, wie Tomaten für glatte Haut sorgen können: „Ich hab Tomaten gekauft, sie abgezogen, püriert, mit Honig als Maske verrührt und jetzt stehen sie schon 14 Tage rum, deswegen werfe ich sie weg“, worauf die andere entgegnet, dass sich ihre 99jährige Schwiegermutter ihr ganzes Leben lang nur mit Kernseife gewaschen hat. „Haut ist Veranlagung“, nickt sie wissend: „aber manche machen einfach alles mit dem Solarium kaputt“.

Ich will jetzt nichts versprechen, was ich dann nicht halten kann, aber ich habe mir echtundernsthaft vorgenommen, wieder mehr zu bloggen. Ideen und Gedanken dazu habe ich reichlich, ich muss sie nur hier festhalten.

3 Gedanken zu „Der beste Tag ist immer heute

  1. Liebe Sylvia,
    da steht der kalte Tee, wo der heiße hin soll. Und eigentlich hätten beide in den Magen gehört, wo sie wohlige, herbstliche Stimmung verbreiten 🙂 Da hab ich mich schuldbewusst schmunzelnd wieder gefunden 🙂
    Ein wirklich schöner Blog.
    Liebe Grüße

  2. Ich freue mich, dass Du wieder bloggst. Selbst habe ich leider auch kaum noch Zeit für neue Inhalte, bleibe aber eisern dran, auch wenn ich nur sehr selten schreibe.

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