Eigentlich

Eigentlich m√ľsste ich W√§sche waschen und vorher die Taschen der Hosen ausr√§umen. Es gibt nix zu s√§umen. Die Schr√§nke sind leer, ich finde nichts mehr. Nimm gewendete Socken und wenn du die Locken lang h√§ngen l√§sst, verbirgst du den Rest der Flecken am Kragen aus vergangenen Tagen. Die Spuren verweisen auf unsere Reisen durchs Land. Solange sie bleiben, h√§lt die Zeit – wir schweigen und sch√∂pfen Atem. Riechen Schwei√ü und Tr√§nen – ich muss grad mal g√§hnen. An Schlaf war nur wenig zu denken. (Du k√∂nntest mir auch ein neues Kleid schenken). Drum lass ich das Waschen, gehe mit raschen Schritten weiter den Weg. Wie gewohnt. Jeden Tag ein St√ľck.

Heute ist der Mitbewohner unterwegs, sucht ein Brett aus Pflaumenholz und will darauf mit Zinn schreiben. Die Lieblingshausziege hat Urlaub und endlich war Gelegenheit, f√ľr uns beide ein Spotify-Konto einzurichten, so dass ich schon den ganzen Tag Chris Eckman h√∂ren kann. Passt.

 

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