Ein kleiner Hahn im Kressebeet

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Ein kleiner Hahn im Kressebeet

Neulich habe ich wieder ein bisschen gemalt – und da ich nach dem Ostereierbemalen so auf „kleine Dinge“ getrimmt war, wurde auch das Hahnenbild ziemlich klein. So passt es besser in das Kressekistchen, das ich mit Hornveilchen noch geschmĂŒckt habe.

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Kleiner Hahn mit Osterei

Und weil heute Weltlyriktag ist, habe ich ein wenig gekramt und gefunden:

Abstieg zum Weiler (Rainer Malkowski)

Kneif die Augen zusammen: / im Tal, warm / in der MĂ€rzsonnenflut, / treiben die HĂ€user, / die gebuckelten Mauern – / weiße Segel / fĂŒr die Vermissten geblĂ€ht. / Dass du dich / nicht tĂ€uschst. / FĂŒr jene, die endlich / herabkommen von den Schneebergen, / durch die finsteren WĂ€lder, / wo es starrsinnig / unter dem Laub rauscht. / Dass du dich / nicht tĂ€uschst. / Kein Laden knarrt, keine TĂŒr. / Kein Stiefel schabt den Stein. / Nur das schmutzige Huhn / auf der Schubkarre / regt zweimal die FlĂŒgel. / Kein Hahn weit und breit, / der krĂ€ht.

Das Gedicht steht in dem kleinen BĂ€ndchen „MĂ€rz“ von Reclam. FĂŒr jeden Monat gibt es ein solch kleines BĂŒchlein, in dem passende Gedichte zusammen gesammelt sind.

Das ist mein Beitrag zum kleinen Monat bei Cubus Regio. Der Klick auf den Link fĂŒhrt zu vielen anderen kleinen Dingen…

11 Gedanken zu „Ein kleiner Hahn im Kressebeet

  1. ‚…Kein Hahn weit und breit, der krĂ€ht‘.
    Sicher krÀht er nicht, Dein Hahn, aber er schreit nach Applaus.
    Ich finde ihn sehr schön – trotz der Wassertropfen.
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Edith

    • Wenn heutzutage ein Hahn krĂ€ht, kann sich der Besitzer oft schon sicher sein, dass die Nachbarn in KĂŒrze genervt sind 🙂
      Daher ist ein Hahn, der nicht krĂ€ht, auf der sicheren Seite 😉
      Viele liebe GrĂŒĂŸe
      Jaelle

  2. ‚…Kein Hahn weit und breit, der krĂ€ht‘.
    Sicher krÀht er nicht, Dein Hahn, aber er schreit nach Applaus.
    Mir gefĂ€llt er gut – trotz der Wassertropfen.
    Liebe GrĂŒĂŸe
    Edith

  3. Erstmal: Applaus dem Hahn fĂŒr seinen prĂ€chtigen Auftritt
    Dann: Warum zu Ostern nen Hahn (OK, die theologische Konnotation kenn ich), wo sind die HĂŒhner und wo die Hasen???
    Und schließlich: Ein Gedicht – DANKE!
    und natĂŒrlich danke, dass du bei meine,m Projekt mitgemacht hast.
    cubus

    • Tja. HĂŒhner waren gerade nicht anwesend – und der Hase lag leider ĂŒberfahren auf der Bundesstraße. 😉 Das kommt davon, wenn Hasi vor lauter LiebesglĂŒck und Ostereiermalen die Augen nicht aufmacht.

  4. Liebe Jaelle Katz,
    der Hahn ist wunderhĂŒbsch geworden, er sieht so wach und munter aus, beinahe meint man ihn krĂ€hen zu hören!
    Lieben Gruß
    moni

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