Eine Bettgeschichte im Lyrimo

Lass mich doch in Ruhe schlafen, was gehen mich schließlich die Mäuse an???

Mit Sack und Pack zieht Familie Maus
im letzten Winter ins warme Haus,
draußen klimpert leise der Wind
auf den Eiszapfen ein Lied. Geschwind
graben sich die Mäuse zwischen Lehm
und Balken ein Loch, wo sie bequem.
Ließen gesammelte Schätze unten im Garten
Die würden – tiefgekühlt – bis zum Frühjahr warten.
Plötzlich war der Käse verschwunden,
auch die Pralinen wenige Stunden
später fort. Trotz zweier Kater
Die schliefen, sie ging das Theater
überhaupt nichts an. Meinten sie, bis
in kalter Nacht die Maus vergisst
ihre Angst vor Katzen und mir.
Sucht Wärme und das kleine Tier
kriecht unter die Decke, kuschelt, strampelt
mit ihren Füßen, sucht mit Gehampel
ein sicheres Plätzchen, nur mir ist’s
zu eng mit Maus. Sie merkt es
und huscht wieder weg. Am Morgen
danach such ich ihr Loch. Voll Sorgen
doch hinter dem Bett
sind Wollmäuse nur. Ich saug sie weg,
leg die Kündigung hin: Drei Tage
bleibt Zeit, auszuziehen. Sonst klage
ich nicht, sondern hole die Fallen
aus dem Speicher. Und stell sie vor allem
gefüllt mit Nutella und Käse
und hoffe, dass keine Askese
die Mäuse betreiben.
(Sonst würden sie bleiben).

 

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