Happy World Bee Day!

Mein Großvater hatte Bienen im Garten und für diese extra ein Bienenhäuschen. An zwei Seiten waren die Bienenbeuten, der Gang hinter ihnen ging gewissermaßen ums Eck. In der gegenüberliegenden Ecke war eine kleine Kammer: Dort stand neben Honigschleuder ein altes Sofa, ein Tisch und ein Stuhl. Die Fenster ließen sich mit Holzläden verschließen. Wollte ich trotzdem nach außen gucken, gab es darin kleine runde Löcher, mit einer Klappe verschlossen. Schob ich sie zur Seite, war der Blick auf Waldrand und Vogeltränke frei.

Ein Imker bei der Arbeit.

Weil hier leere Bienenkästen herumstehen und sie bisher niemand für sich beansprucht, spitze ich dem örtlichen Imker ein wenig über die Schulter. Heute waren wir zur Schwarmkontrolle unterwegs. An jedem Kasten wurde der Deckel gelüftet und jedes einzelne Rähmchen herausgeholt. Der prüfende Blick galt den Weiselzellen, also den großen Zellen, in denen Bienen ihre Königin heranfüttern. Um der Varroa-Milbe Herr zu werden, wurde auch ein Teil der Drohnenbrut entfernt, da diese von der Milbe häufiger besiedelt werden. Mit der Störung waren die Damen nicht ganz einverstanden, zumal heute – dank des feuchten Wetters – die Sammlerinnen ebenfalls innen saßen. Sie krabbelten drei Bienen hoch übereinander, summten manchmal recht laut und stachen gelegentlich zu. Auch wenn der Imker die meisten Bienenstiche klaglos in Kauf nahm, zwei davon bekam ich auch. Wir haben noch ein wenig über eine Bienenstich-Therapie gewitzelt, vielleicht ist das irgendwann der nächste Hype und wir sind sozusagen als Trendsetter unterwegs.

Der 20. Mai wurde übrigens von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum World Bee Day, zum Weltbienentag erklärt.

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