Hinter Stacheldraht verstaut…

Der ehemalige Bärenzwinger vor dem Konzentrationslager Buchenwald

Im „Buchenwald-Report“ des Historikers David Hackett ist zu lesen, dass es einer Bärin gelang, aus diesem Zwinger zu fliehen. Sie wurde erschossen, wie vieles in dieser Zeit zwischen 33 und 45, wer floh, ob von der Front oder aus einem Lager, den erwartete nur die Kugel.

Blick vom Bärenzwinger zum Eingangsgebäude des Konzentrationslagers Buchenwald

Für die im Lager inhaftierten Häftlinge war die Bärenburg gut vom Appellplatz aus zu sehen. Eingesperrt waren sie alle. Während jedoch die Häftlinge knapp vor dem Verhungern waren, ging es den Bären dagegen gut. Ein ehemaliger politischer Häftling verfasste 1946 eine satirische Bildergeschichte und schreibt in einem Vers: „So mancher von uns wäre froh gewesen, / wenn er ein Leben wie die kleinen Bären hätt‘. / Jedeinem war die Not vom Antlitz abzulesen / uns fehlt nicht nur der Zucker, auch das Fett!“

An den alten Pfeilern nagt inzwischen längst der Rost. Hoffen wir, dass es so bleibt und dass niemandem einfällt, dieses Rad der Zeit zurückzudrehen.

Verbunden mit: Der Rostparade von Cubus Regio.

 

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