Israel – 4. Tag

Langsam tr√∂deln wir in den Tag hinein. Heute geht es nach Bet She’an, einem Ort, an dem Menschen schon seit mehr als 5.000 Jahren siedeln. Da 749 hier die Erde gebebt hat, purzelten die S√§ulen und H√§user, Tempel und was auch immer in sich zusammen. Noch immer liegen einige der gro√üen S√§ulen zerbrochen herum, andere wurden bereits wieder aufgebaut.

Wir laufen zwischen den Steinen, auf alten Marmorbildern herum. Doch was wissen wir von dieser vergangenen Zeit? Wir wissen, wie eine Hypokaustenheizung damals funktioniert hat und wir wissen, dass die Akustik im dortigen Theater einfach großartig ist.

Was jedoch f√ľr St√ľcke dort gespielt wurden, wie sich die Menschen dort am√ľsiert haben, wor√ľber sie lachten, wor√ľber sie weinten – alles ist unbekannt.

Waren die Menschen damals auch so klug wie wir heute? Immerhin laufen hier heute einige Besserwisser und N√∂rgler herum: „Das hat die auch gesagt, aber die haben ja alle keine Ahnung!“

Unterwegs wollen wir was zu essen kaufen, doch der W√§chter des Supermarktes verwehrt den Eintritt. Es ist schon nach 14 Uhr – heute Abend beginnt der Schabbat und die L√§den schlie√üen rechtzeitig. Gl√ľcklicherweise finden wir noch eine Tankstelle, an der wir Hummus zum bereits gekauften Pitabrot und essen alles in einem kleinen Park mit Blick auf den ruhigen See Genezareth, w√§hrend hinter uns der Verkehr vorbeitost.

Anschließend fahren wir nach Tiberias, einer Hafenstadt. Hier stehen noch ein paar Ruinen aus der Zeit herum, in der das Land von den Osmanen beherrscht wurde.

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