Lechweg: Die dritte Etappe

Wir wanderten auf der anderen Talseite, stiegen auf, gingen √ľber Wiesen und Weiden. Damit die K√ľhe innen bleiben, sind die Wege gelegentlich mit Gattern versperrt. Die Wanderer k√∂nnen passieren, die K√ľhe sollen nicht auf Wanderschaft gehen und werden zur√ľckgehalten.

links am Hang entlang f√ľhrte der Weg

Es ging hoch, immer h√∂her und irgendwann hatten wir das Nebental wieder verlassen, wagten noch einen letzten Blick auf den Kirchturm des Ortes, in dem wir in der vergangenen Nacht gut schliefen und zogen weiter. Nicht nur in der flachen norddeutschen Ebene l√§sst sich demnach Besuch schon √ľber Stunden vorher erkennen, das funktioniert auch hier. Man muss nur die Wege an den H√§ngen im Auge behalten, auf denen die k√ľnftigen G√§ste eintreffen k√∂nnten. Wer sie nicht bewirten will, hat noch ausreichend Zeit, sich vom Acker zu machen und beispielsweise zu den K√ľhen auf die Alm zu fl√ľchten.

Tief unten die Lech

Unterwegs sahen wir Kletter√∂sen an einer Felswand, gespickt mit den entsprechenden Namen f√ľr die dort zu bezwingenden Routen: Hasenfu√ü, Drachenmaul oder L√∂wentritt. Es ging in Serpentinen stetig bergab, irgendwann sahen wir auch die Lech wieder unten sch√§umen und flie√üen. Das Tal unten weitete sich und die Berge rund um uns waren nicht mehr ganz so hoch, wie zu Beginn unserer Wanderung. In Steeb gab es Spinatkn√∂del, danach lag noch ein gutes Drittel der Strecke vor uns.

Jetzt hatten wir es fast geschafft

Diese letzten Kilometer ging es wieder an der linken Seite der Lech entlang, wir wurden viel von der Sonne beschienen, nur gelegentlich spendeten B√§ume Schatten. Deswegen hatten wir es etwas eiliger und kamen nach insgesamt 34200 Schritten – rund zwanzig Kilometern – in Holzgau an und fanden gl√ľcklich unsere Unterkunft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.