Lechweg: Die vierte Etappe

Heute war die Strecke nicht lang, dafür recht steil. Die Wirtin empfahl uns dringend, zurück bis zur Kirche und dann den Weg über die Hängebrücke. zu nehmen. Taten wir. Stiegen stetig bergauf, gingen am Wasserfall vorbei, bewunderten den Kletterer am Klettersteig, stiegen in engen Serpentinen wieder bergab und standen an der Hängebrücke. Tja. Wir waren auf der falschen Seite der Hängebrücke angekommen.

Hängebrücke. Es gibt Menschen, die kommen nur für ein Selfie hierher.

Deswegen brauchte ich mich nicht auf die doch sehr schaukelnden Metallgitter zu stellen, der Mitbewohner übernahm die Sache mit den Fotos und wir zogen weiter. An diesem Tag wurden wir immer wieder von drei lustigen Mädels überholt, oder wir überholten sie. Ausreichend mit Schnaps und Likören ausgestattet, tranken sie ein Becherchen nach dem anderen. Da der Mitbewohner sein Anti-Mücken-Spray in Sichtweite der Mädels auftrug, tauschten sie Likör gegen Mückenspraystoß auf Beine.

Blick von oben ins Tal

Der Weg bot als echter Panoramaweg einen großartigen Blick über das weite Lechtal, später wieder nach unten, in die Bergflanke gefräst. Wir kamen zu einer überdachten Brücke, doch diese querten wir nicht. Unser Weg führte links vom Lech weiter, wieder bergauf, noch steiler bergauf. Wir querten zweimal die in Serpentinen verlaufende Straße und landeten auf einem Parkplatz neben einer Hütte, die sich Hexenkessel nannte. Aus Richtung Deutschland zogen hohe Wolken heran, schoben sich immer dichter zusammen und türmten sich auf. Das hält noch, meinte die Bedienung, erst wenns vom Westen heranzieht, wird es ernst.  Zwei alkoholfreie Weizen später zogen wir weiter.

Die Wolken hängen schon bedrohlich tief.

Weiter bergauf. Ich wollte doch nur am Fluss wandern, nicht die Alpen queren. Ein kleines Kapellchen später ging es tatsächlich bergab – und wie. Irgendwann waren wir unten, unten am Fluss und blieben das letzte Stück tatsächlich an seiner Seite. Ein paar Tröpfchen fielen, doch als der große Regen kam, saßen wir schon kommod in der Unterkunft.

 

Ein Gedanke zu „Lechweg: Die vierte Etappe

  1. Richtig aufregend, liebe Sylvia,
    war ja diese Etappe. Auf die Hängebrücke wäre ich auch nicht gegangen!
    Angenehmes Wochenende und liebe Grüße
    moni

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