Linien als magische Zeichen #Rostparade

ÔÇ×Dass eine einzige Linie die Kraft hat, im Betrachter Bilder, Emotionen und komplexe Zusammenh├Ąnge ins Leben zu rufen, ist aus meiner Sicht wirkliche Magie.ÔÇť

ÔÇô┬áUgo Dossi, 2007
Tingus hei├čt die Ansammlung an gro├čen rostigen Platten, die in der K├╝nstlernekropole am Kasseler Stadtrand darauf warten, dass die Asche von Ugo Dossi an dieser Stelle vergraben wird. In ihnen sind Linien zu sehen, eine Rose, ein Totenkopf, was auch immer die Fantasie des Betrachters daraus macht.┬á

Sollte ein Feuer zwischen den Platten brennen, bringen die Flammen die Linien zum tanzen. Asche zeigt, dass auf diese Idee bereits andere kamen. (Ich nehme mal an, es ist nicht erlaubt).

Das k├╝nftige Grab von Ugo Dossi ist allerdings nur eines, das in der K├╝nstlernekropole zu finden ist: Friedliche H├Âfe der Ruhe.

Verbunden mit: Frau Tonari und ihrer Rostparade.

16 Gedanken zu „Linien als magische Zeichen #Rostparade

  1. Was f├╝r ein wunderbar magisches Kunstobjekt, liebe Jaelle,
    f├╝r mich sieht es (speziell auf dem letzten Bild) aus wie ein tanzendes Herz ├╝ber einem Springbrunnen.
    Angenehmen Tag und lieben Gru├č
    moni

  2. Das nenne ich mal Kunst am Grabstein, das hat wirklich nicht jeder und nicht jede Stadt einen ganzen K├╝nstlerfriedhof. Vielen Dank f├╝r diese Info.

    Liebe Gr├╝├če
    Arti

  3. Und hier eine echte K├╝nstlernekropole; heute bekommt man wieder was zu sehen. Sehr sch├Ân, einen rostigen Grabstein k├Ânnte ich mir auch vorstellen….Liebe Gr├╝sse Kalle

  4. Ich mag solche magischen Kunstobjekte wo man seiner Fantasie freien Lauf geben kann. Sehr interessant…Und das letzte Foto sehe ich auch Herzen..
    (Feuer dort selbst anzumachen ist sicher nicht erlaubt, vermute ich stark..)
    Liebe Gr├╝sse
    Elke

  5. Das sieht ja interessant aus – aucu, wenn mein Kopf da lieber eine Erdkugel erkennt und keinen Totenkopf. Ob das mein lebensliebender Geist ist, der heimlich durchkommt und mir daher die Sicht auf den Totenkopf verwehrt? ­čśë

    Liebe Gr├╝├če

    • Es ist so, dass der Totenkopf – oder was ich daf├╝r hielt – auf einer anderen Platte zu finden war ;-), und hier nicht im Blog gelandet ist. Was aber nichts macht: Solltest du mal nach Kassel kommen, kannst du die Nekropole gerne besichtigen. Es lohnt sich ­čÖé

  6. Wir h├Ątten doch ein paar Tage l├Ąnger in dieser Stadt bleiben sollen. Vielleicht w├Ąre dann auch Zeit ├╝ber den Documenta-Besuch hinaus geblieben, um diesen Ort zu entdecken.
    Ich freue mich sehr, dass Du uns das phantasieanregende Kunstwerk zeigst.
    Grabkunst der besonderen Art.
    Ich sehe auch ein Herz und eine Weltkugel. Aber wer wei├č schon, was sich bei wechselnden Lichtverh├Ąltnissen noch so auftut.

    • Wer nichts von der Nekropole wei├č, findet sie kaum. ;-), zwischen den einzelnen Grabstellen f├╝hrt nur ein schmaler Pfad durch den Wald. Ich nahm vor Jahren mal an einer F├╝hrung mit dem Leiter des Kasseler Museums f├╝r Sepulkralkultur teil, der erz├Ąhlte viel ├╝ber die Grabstellen, die K├╝nstler und den einzigen Epitaph, den es dort gibt. ­čÖé Kassel lohnt sich, auch wenn es sich auf den ersten Blick etwas spr├Âde gibt.

Schreibe einen Kommentar zu Herr Ackerbau Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.