Rites de passage – fast auf dem Heimweg

Da habe ich noch eine andere Freundin besucht, dort ├╝bernachtet und als ich morgens zur├╝ckkam, waren die Katzenbesitzer schon aus dem Urlaub zur├╝ckgekehrt. Junge Leute, ts, die fahren eben mal nachts durch und etwas mehr als tausend Kilometer sind doch nix, oder?

Ich habe jedenfalls meine Sachen schon gepackt, das meiste ist bereits im Auto. Morgen fr├╝h fahre ich ziemlich fr├╝h los, ich will schlie├člich p├╝nktlich in Sommerhausen sein.

Der August

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und m├Ąht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer s├Ąt, mu├č m├Ąhen.
Und wer m├Ąht, mu├č s├Ąen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

Stockrosen stehen hinterm Zaun
in ihren alten, br├╝chigseidnen Trachten.
Die Sonnenblumen, ├╝ppig, blond und braun,
mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau’n,
die eine Reise in die Hauptstadt machten.

Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
Stets leuchteten sie golden am Stakete.
Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
an ihnen abschiedss├╝├č vor├╝berwehte?

In B├╝chern liest man gro├č und breit,
selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
Man dreht und wendet Raum und Zeit.
Man ist gescheiter als gescheit –
das Unverst├Ąndliche bleibt unverst├Ąndlich.

Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht’s nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man h├Ârt die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie gro├č und grenzenlos ist die Idylle …

Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tr├Ąnen ohne Trauer.
Dann w├╝nsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

(Erich K├Ąstner)

Lasst uns miteinander reden, statt ├╝bereinander zu urteilen.

Lasst uns miteinander ├╝ber alle Fehler lachen, sie sind nicht wichtig.

Die Zeit, die uns gegeben, ist viel zu schnell vorbei…

Was heute sch├Ân war:

  • dass die Urlauber gut und gesund zur├╝ckgekehrt sind
  • dass eine langj├Ąhrige Freundschaft immer noch besteht und h├Ąlt…
  • dass ich heute das n├Ąchste Essen f├╝r die Kolumne gekocht und fotografiert habe.

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