Rites de passage – verschlossene Türen

Es gibt Türen, die sind zwar fest verschlossen, doch weil es noch einen Schlüssel zu ihnen gibt, lassen sie sich öffnen.

Morgen ist eine Beerdigung.

Diese Tür ist endgültig zu. Obwohl ich mit diesem Menschen schon lange nichts mehr zu tun habe, wir uns nur gelegentlich über den Weg liefen, fühlt es sich seltsam an, nicht nur, weil er gerade einmal zwei Jahre älter war.

Draußen ist es heute ein wenig frisch, heute morgen hat es geregnet. Damit bleibt mir das Gießen erspart. Die Innensicht ist so unterschiedlich von der Außensicht, das kannste dir gar nicht ausdenken…

Was sollen denn die Leute denken, hieß es früher. Was spielt es eigentlich für eine Rolle, wie mich die anderen sehen? Ich kann deren Sicht auf mich nicht selbst wahrnehmen, noch nicht einmal erfragen, bei den meisten Menschen jedenfalls. Schließlich spricht darüber niemand, oder doch, nur dann, wenn der Betreffende nicht dabei ist. Vor-Urteile zum verurteilen kommen dabei heraus. Es wird nur das beredet, was alles am Anderen missfällt, nicht etwa das, was jemand gut kann.

Der mystische Pfad ist die Reise der Seele von der Trennung zurück zur Vereinigung. Auf der Reise nach Hause sind wir auf der Suche nach unserer inneren Essenz, der kostbaren Perle, die in unserem Herzen verborgen liegt. Sagt Rumi. Na dann.

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