Runter vom Sofa und ab zum Sport #3

Kerstin, meine pers├Ânliche Trainerin, ist wieder gesund. Wir treffen uns dieses Mal in Poxdorf: Kerstin hat auf der Seite „Lauferlebnis Fr├Ąnkische Schweiz┬ámit der Route N6┬áeine Strecke gefunden, die nicht zu lang ist und sich interessant anh├Ârt: Knapp sechs Kilometer durch Wald und Wiesen von Poxdorf nach Effeltrich und ├╝ber Hagenau zur├╝ck nach Poxdorf.

Ich finde unseren Treffpunkt fast auf Anhieb, obwohl ich kein Navi habe. Zwar parkt Kerstin um die Ecke, aber wir finden uns trotzdem: Poxdorf ist schlie├člich ein Dorf. Den Startpunkt und die Markierung der Route finden wir schnell: Es geht hinaus und zun├Ąchst zwischen den Feldern entlang. Haben etwa die Landwirte ged├╝ngt? Wir marschieren z├╝gig, so dass wir warm werden, zwischendrin gibt es wie beim ersten Mal ein paar ├ťbungen, damit die F├╝├če wieder gelenkiger werden.

Ob Hochsitz oder Baumstamm: Alles, was unterwegs im Weg steht, kann als ├ťbungshilfe f├╝r Kraft├╝bungen dienen: Abwechselnd Liegest├╝tze und Thera-Band-hinter-den Kopf-ziehen, und zwischendrin immer wieder abwechselnd Joggen und Gehen. Es dauert nicht lange, bis wir in Effeltrich sind. Allerdings wird es im Ort ein bisschen kniffelig: Die Aufkleber, mit denen der Weg gekennzeichnet ist, sind nicht immer leicht zu finden. Als wir uns nicht mehr sicher sind, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, fragen wir lieber einen Menschen, der mit seinem Hund unterwegs ist. Wir m├╝ssen ein St├╝ck zur├╝ck und finden tats├Ąchlich zwischen Haus und Hecke einen schmalen Pfad. Als wir diesen entlang laufen, grinst uns ein paar Meter weiter der Aufkleber an, als wollte er uns sagen: So ein bisschen Spannung ist doch sch├Ân, oder?

Merke ich eigentlich schon etwas von meinem Training? Immerhin bin ich ja zwischen den Terminen auch alleine unterwegs und mache die Kraft├╝bungen, die mir vorgeschlagen werden. Da muss ich ehrlich gestehen: Noch nicht. Allerdings bemerkte der Lieblingsmann, als wir k├╝rzlich gemeinsam zu Fu├č unterwegs waren, dass er sich ganz sch├Ân tummeln m├╝sse, damit er mit mir Schritt halten k├Ânne.

Ich erinnere mich daran, dass Hartwig Gauder mal erz├Ąhlt hat, dass der Mensch daf├╝r gebaut sei, etwas mehr als 19 Kilometer am Tag zu gehen. Gauder muss das wissen, immerhin hat er 1980 olympisches Gold im Gehen gewonnen. Er verriet auch, dass moderne Menschen gerade einmal noch 400 Meter t├Ąglich zu Fu├č unterwegs seien, wie ein Experiment in Mannheim ergab. Das ist sicherlich etwas zu wenig. Immerhin parke ich das Auto, wenn ich einen Termin in Forchheim habe, dort, wo ich nichts f├╝rs Parken zahlen muss. Das spart nicht nur Kleingeld, sondern ich kann automatisch ein paar Schritte mehr Laufen. Dabei brauche ich noch nicht einmal mehr Zeit, bis ich am Ziel bin: Mit dem Auto habe ich schlie├člich vorher auch oft ziemlich lange gebraucht, bis ich endlich einen passenden Parkplatz gefunden hatte.

Inzwischen lege ich auch immer wieder regelm├Ą├čige Pausen beim Schreiben ein. Da ich gl├╝cklicherweise zu Hause arbeite, kann ich in dieser Zeit das Mittagessen kochen, die W├Ąsche b├╝geln oder die Katze ├Ąrgern. Kerstin hat mir auch ├ťbungen gezeigt, mit denen ich meine Schultern wieder lockern kann. Das mache ich jetzt mal. Tsch├╝ss.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.