Tagebuchbloggen am 5. August: Sevilla

Sevilla

Fr├╝hst├╝ck in Sevilla.

F├╝r meine Verh├Ąltnisse stand ich heute relativ sp├Ąt auf. Allerdings war die Nacht – so viel Jammern auf hohem Niveau darf sein – einfach hei├č. Der Miefquirl lief, damit die Luft wenigstens etwas bewegt wurde, das Fenster stand weit offen, die T├╝r ebenfalls. Das machte auch nichts, wir hatten hier in Sevilla ein Haus f├╝r uns ganz alleine, obwohl wir eigentlich nur ein Zimmer brauchten. Au├čer uns war schlie├člich niemand so bl├Âd, und guckt sich im August Sevilla an. Doch, ein paar Touristen waren trotzdem da und dr├Ąngelten sich ├╝berall mit aufs Bild, wenn ich nicht aufgepasst habe.

Sevilla.

Sevilla. Innenstadt.

Da ich die Pflicht in Sevilla: Alcazar, Kathedrale und so weiter schon absolviert hatte, blieb mir die K├╝r: Heute war Bummeln in kleinen G├Ąsschen angesagt. Die gab es im ehemaligen Judenviertel, das allerdings schon lange keines mehr ist. Eng war es. Da die H├Ąuser so dicht standen, dass die Sonne nicht bis nach unten schien, blieb es relativ schattig und k├╝hl. Fr├╝her musste hier nur ein Esel mit zwei Wasserf├Ąssern durchpassen – mit Autos hat damals noch niemand gerechnet.

Sevilla.

Sevilla. Enge Stra├čen.

Unterwegs waren die meisten zu Fu├č. Davon d├╝rfte der gr├Â├čte Teil Touristen sein, so wie ich. Die Spanier fuhren mit Rollern, Motorr├Ądern oder Fahrr├Ądern. Unterwegs gab es immer was zu gucken, auch wenn ich weder ein Kleid, noch einen F├Ącher oder eine Tasse gekauft habe.

Sevilla.

Sevilla. Andenkenladen.

Sevilla.

Sevilla. Zwei S├Ąulen aus r├Âmischen Zeiten.

An einem Platz standen diese beiden S├Ąulen. Die haben die R├Âmer einmal hier aufgestellt – und vergessen, sie beim Abzug wieder einzusammeln.

Sevilla.

Sevilla. Gazpacho und Kaffee.

Es war mittags: Zeit f├╝r einen hei├čen Kaffee und eine kalte Gazpacho. Gleich neben den S├Ąulen gab es die kleine Leckerei, die bei dieser Temperatur durchaus als Essen durchging.

Sevilla.

Sevilla.

Ein St├╝ckchen weiter waren kaum Menschen in den Stra├čen unterwegs, daf├╝r aber die Jalousien h├╝bsch verziert. Mittags haben die L├Ąden ├╝brigens fast alle zu – und machen erst abends wieder auf.

Sevilla.

Sevilla.

Dort, wo die Stra├čen wieder breiter waren, spendete Stoff den n├Âtigen Schatten und ich schlich zur├╝ck zur Unterkunft. Vielleicht gehe ich noch einmal los, wenn es sp├Ąter etwas k├╝hler wird. Lasst euch ├╝berraschen.

Irgendwann war einfach Appetit auf Tapas da. Eben mal so. Aber das ist in Sevilla ├╝berhaupt kein Problem.

Sevilla.

Sevilla. Tapas Bar.

Und der R├╝ckweg zeigte, dass immer noch einiges los war. Noch nicht mal die Pferdchen vor den Kutschen hinter der Kathedrale hatten Feierabend.

Sevilla

Sevilla. Hinter der Kathedrale.

Und auf dem Platz war auch noch eine Menge los.

Sevilla

Sevilla. Hinter der Kathedrale.

Aber mir reichte es f├╝r heute. Morgen ist auch noch ein Tag, da geht es weiter, mit dem Zug nach Cordoba. Die rechte T├╝r von den beiden, das ist die Richtige f├╝r diese Nacht.

Sevilla

Sevilla.

 

Das ist mein Beitrag zum „WMDEDGT“ aka: Was machst du eigentlich den ganzen Tag. Frau Br├╝llen fragt das einmal im Monat, immer am 5., und ich mach da einfach mit.

2 Gedanken zu „Tagebuchbloggen am 5. August: Sevilla

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