Tagebuchbloggen am 5. März

Die freundliche Blognachbarin Frau Brüllen möchte – wie jeden fünften des Monats – gerne wissen, was heute der Tag so bringt und fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag, oder kurz: WmdedgT? Wer auf den Link klickt, findet dort ganz viele Tagebuchblogger versammelt.

Die Lieblingshausziege stand extra früh auf, damit ihr genügend Zeit für ein ordentliches Frühstück blieb. Anschließend schnappte sie ihren Koffer und ihre Taschen und entschwand nach Schweinfurt für eine Woche Berufsschulunterricht im Block. Nun waren wir alle munter – und der Tag noch jung. Jetzt war genug Gelegenheit, die Wäsche zu waschen, das Bettzeug zu wechseln, Staub zu saugen, Texte zu schreiben, was auch immer. Irgendwie wirkte der Vormittag viel länger als sonst.

Zum Mittag habe ich einfach Putenschnitzel ganz klein geschnetzelt, mit Zwiebel und Knoblauch angebraten, Paprika und Zucchini dazu, alles mit Sojasauce gewürzt, Woknudeln in die Pfanne geschüttet – und voilà: Das Futter war fertig. Der Mitbewohner füllte einen Teller und brachte ihn nach unten in die Küche, anschließend setzten wir uns an den Tisch und ließen es uns schmecken.

Seit dem vergangenen Monat male ich, wenn mir denn ein wenig Zeit bleibt. Während im Februar unter dem Hashtag #EineFarbereicht viele gelbe Bilder auf Twitter und Instagram gepostet wurden, ist jetzt grün und heute die Avocado dran.

Avocado mit Aquarellfarben.

Sicher, das sind jetzt keine Kunstwerke im eigentlichen Sinne, es sind Fingerübungen, es macht Spaß und das ist die Hauptsache.

Das Wetter war schön und sonnig, nach den eiskalten Temperaturen wirkte alles schon recht frühlingshaft. Wir gingen in den Garten, dort fand ich unter der Vogelmiere noch so viel Feldsalat, dass eine ganze Schüssel voll wurde. Prima. Dann kann es morgen Kartoffelsalat mit Rapünzchen geben und ich brauche mir nichts auszudenken.

Dann habe ich die noch immer übrig gebliebenen Tulpen in eine Schale mit Erde gesteckt und diese auf den Balkon verfrachtet. Hoffentlich denken die Katzen jetzt nicht, dass sie in der Erde buddeln sollen.

Gestern waren wir ein wenig wandern – und anschließend in Erlangen. Dort wollten wir in ein Cafe gehen, doch das hatte seinen Namen geändert. Zwar sah noch alles so aus, wie wir es in Erinnerung hatten, aber die Bedienungen liefen in Anzug herum und die Kuchen sahen, nunja, etwas weniger lecker aus. Als wir nach dem ursprünglichen Cafe fragten, teilte uns einer der dort arbeitenden jungen Männer mit, dass wir dafür nur etwa fünfzig Meter weiter gehen müssten. Wir gingen in die angegebene Richtung – und fanden es. Dort war der Kuchen so lecker, wie wir ihn in guter Erinnerung hatten. Beim Gehen fragten wir nach, warum, seit wann und überhaupt dieser Ortswechsel, ja, da hatte der Besitzer Eigenbedarf angemeldet. Und das bereits gut eingeführte Konzept übernommen. So musste Cafe und Bäckerei weichen. Da die Einrichtung allerdings am ursprünglichen Ort bleiben musste, änderte der neue Betreiber nur den Namen und konnte einfach weitermachen. Hm.

Jetzt ist es draußen dunkel, doch mein Tag ist noch nicht zu Ende. Ich muss noch zu einer Bürgerversammlung: Das ist gelebte Demokratie. Einmal im Jahr darf der Bürgermeister in alle Ortsteile tingeln, wer mag, kommt und hört sich an, was der Gemeinderat das ganze Jahr über geleistet hat. Anschließend ist genügend Zeit, dem Bürgermeister noch eine ganze Menge Fragen zu stellen oder ihm zu sagen, was er bitte tun oder lassen soll. Auch wenn sich der Bürgermeister oder Gemeinderat nicht nach jedem Hinzundkunz richten, bekommen sie es schon zu spüren, wenn sie die Interessen der Bürger nicht angemessen vertreten und diese sich übergangen fühlen.

Ein Gedanke zu „Tagebuchbloggen am 5. März

  1. Du hast das malen angefangen, klasse.
    Ich habe, bevor ich das Fotografieren wieder endeckt habe, auch gemalt.

    Jetzt noch etwas weiß für die Licht Reflexionen und glanzpunkte.
    Dann noch etwas dunkler angemischte Farbe für die schattenbereiche und schon hast du eine hervorragende dreidimensionale Avocado.

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