Wir haben gekocht.

Hach. Hatten wir doch einen Rezeptvorschlag bei einem Kochwettbewerb eingereicht und Anfang September die R├╝ckmeldung bekommen: Jo, ausgew├Ąhlt, bitte sofort zusagen. Taten wir. Dann meldete sich niemand – und wir dachten schon, ups, ist unsere Zusage etwa nicht angekommen?

Anfang dieser Woche war es nach einigen Telefonaten und Mails dann sicher: Ja, wir fahren am Samstag in die Oberpfalz und kochen dort um die Wette. Allerdings sollte nur eine Stunde Kochzeit zur Verf├╝gung stehen, nur: F├╝r die Ochsenb├Ąckchen und Serviettkl├Â├č werden wir deutlich l├Ąnger brauchen. Der Mitbewohner telefonierte und gab Entwarnung. Wir d├╝rfen vorbereiten und dort fertig kochen. Also schmorten die Ochsenb├Ąckchen am Freitag in der Tajjine einige Stunden vor sich hin und heute morgen bastelte der Mitbewohner den Serviettklo├č. Schlie├člich m├Âchte dieser eine Stunde ruhen, bevor er ins hei├če Wasserbad getaucht wird.

Ochsenb├Ąckchen in der Tajjine

So blieb in dieser Stunde Wettbewerbskochzeit gar nicht mehr so viel zu tun: Ich habe die Belugalinsen gekocht und mit roten Zwiebeln, Cr├Ęme de Cassis, Balsamico, Salz und Pfeffern abgeschmeckt, der Mitbewohner hat sich um die Sauce der Ochsenb├Ąckchen gek├╝mmert und den Fond mit Pfefferkuchengew├╝rz und Harissa (Franken meets Marokko) verfeinert. Zum Schluss wurde noch kalte Butter montiert, fertig.

Ochsenb├Ąckchen mit Serviettkl├Â├č und Beluga-Linsen

Ja, Deko ist nunja, eben Deko. Ich find sie halt nicht ganz so wichtig. Die schwarzen Linsen haben geschmacklich sehr gut zum kr├Ąftigen Ochsenb├Ąckchen gepasst, deswegen habe ich sie ja auch ausgesucht. Rote Linsen h├Ątten zwar eine andere Farbe auf den Teller gebracht, w├Ąren mir daf├╝r aber zu mehlig gewesen. Nunja.

Nach einer Stunde bekam die Jury was zu futtern, allerdings wurden die Teller so lange und von allen Seiten fotografiert, dass das Essen bestimmt nur noch warm war.

Eines der anderen Teams beim Kochen

Anschlie├čend war Zeit, den anderen, die jetzt dran waren, ein wenig beim Kochen zuzugucken und etwas zu plauschen.

Gewonnen haben wir nicht. Gl├╝cklicherweise. Sonst h├Ątten wir am 4. November in Berlin zum n├Ąchsten Kochwettbewerb antreten m├╝ssen. Dabei haben wir an diesem Tag bereits etwas vor: In der Forchheimer Gereonskapelle liest der Mitbewohner fr├Ąnkische Geschichten und sein Zwillingsbruder spielt mit einem Freund fr├Ąnkische Musik.

Wer f├╝r diesen Abend Karten haben m├Âchte: Diese gibt es entweder bei uns oder in der Buchhandlung „Faust“ in Forchheim.

4 Gedanken zu „Wir haben gekocht.

  1. Guten Morgen Jaelle,
    das ist ja gro├čartig, da w├Ąre doch mal das Kochduell im ZDF klasse.
    Deko ist f├╝r mich am Essen auch nicht so wichtig, viele ├╝bertreiben das aber auch derart.

    Hauptsache ist f├╝r mich, wenn das Essen schmeckt.

    Der Vincenz Kling z.B. , der ja ein wunderbarer Koch ist und hier in Stuttgart ein tolles Lokal betreibt auch nicht so daf├╝r.
    Der legt auf ganz andere Dinge Wert und das ist auch gut so.

    Prima, hat es sicherlich geschmeckt, obwohl Ochsenb├Ąckchen nun f├╝r mich ja nicht ist.

    Lieben Gru├č eva

    • F├╝r mich spielt der Geschmack auch die gr├Â├čere Rolle als die Deko und das Aussehen ;-), allerdings ist das bei einem Kochwettbewerb nicht ganz so. Andernfalls m├╝sste die Jury mit verbundenen Augen gef├╝ttert werden – und rein nach dem Geschmack urteilen. Aber auch da gilt: Jeder Jeck ist anders.

  2. Gratuliere, liebe Jaelle,
    die sicher nicht einfach Kocherei in einer neuen Umgebung und unter Zeitdruck etc. war sicher nicht einfach. Aber insgesamt hat das Erlebnis doch Freude gemacht, gell.
    F├╝r mich ist auch der Geschmack das Wichtigste und ich kann den Dekotellern mit abstrakt gemalten Gem├╝sesch├Ąumchen etc. nicht viel abgewinnen. Sicher was f├╝rs Auge, aber letztlich esse ich, um satt zu werden. Das ist aber bei vielen „Gourmets“ nicht mehr der Fall, gell. ­čśë
    Angenehmen Sonntagabend und lieben Gru├č
    moni

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