AugenBlicke – anknüpfen


Die Zahl der Katzenfutterdosen wird geringer: Das ist ein mehr als deutliches Zeichen dafür, dass die Zeit hier bald zu Ende geht. Außerdem herbstelt es langsam, da kann sich der Sommer noch so sehr anstrengen. Seine Zeit ist so gut wie vorbei. Heute morgen war selbst die Heizung der Meinung, sie müsste was tun – und hat mir die Seite gewärmt.

Das Morgengrauen lässt Gedanken und Konturen gleichermaßen verschwinden, nimmt Schutz und Sicherheit, lässt nur die Decke zurück. Die langsam verschwindende Nacht hört mir zu, ist jedoch kein guter Ratgeber. Das Licht lässt sich so viel Zeit, als wären wir in Ankh-Morpork.

Die Sterne sind mir ja eigentlich schnuppe. Aber wenn die Perseiden vom Himmel fallen und wie Leuchtraketen ihre Bahnen ziehen, schaue ich ihnen hinterher. Zeus kam als Goldregen zu Danae, daraus erwuchs Perseus. Als er groß wurde, bekam er von Pallas Athene einen spiegelnden Schild. Mit dessen Hilfe besiegte er die Medusa, die, bei deren Anblick alles zu Stein erstarrt.

Manchmal hätte ich auch gerne einen Spiegel, einen, der mir manch direkten Blick erspart. Stattdessen packe ich meine Träume in weiche Tücher, passe auf, dass meine Hand nicht an den Rand der Nacht rührt.

Was noch? Ja, Texte, was sonst. Ich sitze unter dem Dach, von Katzen bewacht, genieße solange den Blick ins Grün, bis die Arbeit getan und ich selbst wieder raus kann. Ich bin erstaunt darüber, wie sehr ich mich hier noch zu Hause fühle und wie schnell ich an lose Fäden anknüpfen kann.

Was heute gut war:

  • Ich habe bis zum Mittag gut und konzentriert gearbeitet.
  • Ab dann schien draußen wieder die Sonne und ich habe auf der Terrasse gelesen.
  • Heute kam die Nachricht, dass ich Sonntag ins Fränkische Weinland eingeladen bin- und K will mit mir über die Hohenzollern reden. Es wird spannend.

 

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