AugenBlicke – das Füllhorn

Zwei kurze Episoden von mir sind in Projekt *txt, einer Anthologie erschienen: (Klick auf den Link) , es hat zwar lange gedauert, das heißt aber nicht, dass es jetzt schlecht ist.

Heute morgen habe ich mich zum Schreiben verabredet, schreibe ich gemeinsam mit anderen, entstehen intensivere Texte. Woran das liegt? Keine Ahnung, vielleicht schwirren ja irgendwelche kreativen Inspirationen in der Luft und manifestieren sich dann auf dem Papier? Ich verfolge ja seit Wochen eine Idee, nähere mich immer wieder, asymptotisch gewissermaßen, schleiche um sie, finde Worte für Bilder, für Szenen, schreibe und streiche, verschiebe und verdichte. Lasse die Regenwürmer unter dem Gras hustend den Sand zur Seite schieben, bis sie an den Scherben der Vorfahren abbiegen müssen. Was bleibt? Was bleibt, wenn ich alles aufhebe, alles bleibt in mir, verborgen, dem Blick entzogen, der Luft, dem Licht, es ist in mir, wandelt sich, bis nach der Zeit nur Schwärze bleibt. Es bleibt für die Augen unsichtbar, Sicht ist etwas, das nur nach außen gelingt, innen finden wir mit geschlossenen Lidern unseren Irrweg, suchen zwischen Wurzeln einen Ausweg, halten nichts fest. Das Gras schwankt und der Wind verrührt Grün mit Himmelblau, wenn die Nachtigall den Tag herbeisingt, sie braucht dafür drei fremde Federn, einen Luftsprung und ein Eichhörnchen, das schon morgen nicht mehr weiß, wo sein Schatz vergraben liegt.

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