12 Bilder vom 12. November

Auf der Gegenfahrbahn war der Stau – und ich kam daher ganz gut von München nach Nürnberg.

 

Beim Herunterladen der Fotos von der Kamera geriet ich geradewegs wieder in den gestrigen Abend: In der Monacensia, dem literarischen Gedächtnis der Stadt München ist gerade eine Ausstellung über Erika Mann. Dieser Raum ist das ehemalige Atelier des Hauses.

 

Einst in jüdischem Besitz wurde die Villa zwangsenteignet und der Besitzerin blieben gerade einmal vier Stunden, um das Haus zu verlassen.

 

Erinnerungen an einstig hier lebende Menschen…

Ein Bloggerwalk führte durch die relativ kleine und kompakte Ausstellung, das Leben und Wirken von Erika Mann wurde lebendig.

 

Werden Texte von ihr vorgelesen, schweben die Worte frei im Raum.

Zitate als Post-Its auf einer analogen Twitterwall.

 

In Amerika reiste Erika Mann durchs Land, hielt Reden und warnte vor dem Faschismus in Deutschland.

Es wird fotografiert und getwittert.

Alte Dokumente werden aber nur mit Handschuhen berührt.

Das Faksimile einer Tagebuchseite darf ich jedoch in die Finger nehmen.

Das sind zwar keine Bilder von heute, aber großartige Erinnerungen an den gestrigen Abend, und daher schicke ich sie zur freundlichen Frau mit den Kännchen, die alle Bilder sammelt.

12 Bilder vom 12. August

Sieben Jahre, sagt der Mitbewohner, der eher ein Faible für Zahlen hat und bei entgegenkommenden Autos das Nummernschild und nicht den Fahrer registriert. Vor sieben Jahren haben wir uns in echt kennengelernt. Wie die Geschichte vorher so ablief, nun, wer es noch nicht weiß, kann das hier (link) nachlesen.

Auf dem Weg von Hessen nach Franken geht es ein kleines Stück durch Thüringen

Vor sechs Jahren bin ich dann nach Franken gezogen, schließlich hatte der Mitbewohner versprochen, dass er mir seine Heimat ausführlich zeigt. Dass er davon dann vieles selbst noch nicht kannte, nun, da ging es ihm wie vielen anderen gebürtigen Franken. Inzwischen haben wir schon ziemlich viel erlebt und besichtigt, es bleibt jedoch immer noch vieles, was wir hier gerne sehen wollen.

Damals, also vor sechs Jahren, da hätte ich den Fettnäpfchenführer Bayern von Nadine Luck gut brauchen können. Das fing schon bei der Uhrzeit an: Während ich zu denjenigen gehöre, für die Viertel vor sechs oder Viertel nach sieben eine eindeutige Angabe ist, bevorzugte der Mitbewohner das hier gerne genutzte dreiviertel fünf, das dann selbstverständlich nicht 17 Uhr 45 ist, sondern viertel vor fünf. Zum Glück haben wir uns nicht oft verpasst, sondern waren eher gemeinsam unterwegs. Dass südlich der Mainlinie die Franken nicht als Bayern bezeichnet werden wollen, nun, das war mir bisher völlig entgangen.

Nadine Luck: „Der Fettnäpfchenführer Bayern: Die Mass aller Dinge“

Vielleicht lag es auch daran, dass ich bisher hier nur Urlaub gemacht habe, ich meine, da geht es um Erholung und nicht um Integration. Dass die Menschen hier lustige Namen füreinander haben, war mir schnell klar: Möchte ich, dass der Mitbewohner etwas macht, nenne ich ihn einfach: „Machma“, und wenn er mich auf etwas hinweist, sagt er. „Desdo“ zu mir. Selbstverständlich sind die Fettnäpfchen im Land der Franken und Bayern durchaus dicht gesät, passe ich nicht auf, tappe ich prompt hinein. Aber das macht nichts, dafür gibt es eine große Dose „Fett-Weg“, dem Zaubermittel für Fettfleckenentfernung. Im „Fettnäpfchenführer Bayern – Die Mass aller Dinge“ lässt der westdeutsche Jochen aus Wuppertal kaum eines der bereitwillig parat stehenden Fettnäpfchen aus. Anhand der Geschichte von Jochen und seiner Magdalena aus Niederbayern erklärt Nadine Luck sämtliche Fallen, die einem potentiellen Neubayern so begegnen können. Das Buch liest sich süffig, ganz wie ein Prosecco am lauen Nachmittag. Vergnügtes Kichern inbegriffen.

Mitten in Bamberg soll es Gärten geben. Wir suchen noch.

Weil die Lieblingshausziege demnächst in ihre eigenen vier Wände zieht, kramt sie alles zusammen, was sie so brauchen kann. Daher beeile ich mich, schreibe einen Text fertig und wir fahren nach Bamberg. Die in der Innenstadt befindlichen Gärtnereien und Gärten sind ebenfalls Teil des Weltkulturerbes, allerdings weitaus weniger bekannt als die Altstadt mit dem Dom. Das ist auch kein Wunder.

Hinter den großen Toren liegen die Gärten. Sagt der Mitbewohner.

Noch so ein hübsches Haus, auch mit großem Tor.

Obwohl der Mitbewohner einst in Bamberg studiert hat und prinzipiell weiß, wo die Gärtnerstadt liegt, laufen wir nur durch Straßen und suchen einen nicht vorhandenen Eingang. Sicher, es wird ihn geben, nur vor uns hat er sich gut versteckt. Da Montag ist, hat das zugehörige Museum ohnehin geschlossen. Ob in den Reihen Knoblauch oder Zwiebeln stehen, können wir aus der Entfernung ohnehin nicht sehen.

Das Rad ist ordentlich eingewachsen.

Sieht zwar grün aus, endet jedoch wieder am Zaun.

Auf der Fassade ist ein Gewächs aufgemalt. Das kann es ebenfalls nicht sein.

Einen Blick können wir erhaschen, über den Zaun hinweg. Dabei soll sogar ein Rundweg durch die Gärten führen, bis zu einem Aussichtsturm.

Heute ist jedoch die weitere Suche aussichtslos, wir können uns noch nicht einmal entscheiden, ob hier Zwiebel oder Knoblauch wächst.

Gucke da, in Bamberg hats Gondoliere. DAS wäre ja auch noch was…

Dafür war in der Gemüsekiste eine große Gemüsezwiebel, gerade richtig für eine leichte Zwiebelsuppe. Die gibt es gleich – und das waren damit meine zwölf Bilder vom 12. August. Wer mehr davon sehen möchte, bitte sehr, hier entlang: Bei Draußen nur Kännchen gibt noch viele weitere Sammlungen.

Gemüsezwiebel mit mehr als zehn Zentimeter Durchmesser.

 

 

12 Bilder vom 12. Juli

Wie jeden 12. des Monats gibt es auf Wunsch von Caro zwölf Bilder vom Tag: Heute war ich nicht unterwegs, sondern in Küche und Bad beschäftigt. Allerdings nur dann, wenn ich nicht gerade telefonieren, mailen, schreiben und nachdenken musste.

angenagtes Zyperngras.

Nach dem Kaffee war jedenfalls erst einmal der Herd fällig. Zwischen den Flaschen mit Öl und Essig steht Zyperngras, hübsch eingebaut, damit die Katzen nicht so viel daran knabbern. Leider hat es doch nicht so viel genutzt. Fast alle Blätter sind ab- oder wenigstens angefressen. Ich auch.

Ein Weckglas als Aquarium. Für Schnecken.

Den Schnecken im Aquarium gönne ich mal ein bisschen frisches Wasser und eine kleine Gurkenscheibe. Es ist zwar auf dem Foto nicht zu sehen, aber die Schnecken sind ganz schön schnell, wenn es was zu futtern gibt.

altes Küchenhängeschränkchen.

Unten auf der Terrasse steht das kleine Küchenhängeschränkchen, das von meiner Oma stammt und jetzt von der Lieblingshausziege aufpoliert wird. Echtes Flair aus den fünfziger Jahren: Es hat nicht nur Schiebetüren, sondern ist unten etwas weniger tief als oben. So bleibt der Kopf auch in einer engen Küche ohne Beule.

Echinacea mit Besuch.

Weil ich schon einmal unten bin, freue ich mich über den Besuch in der Echinacea-Staude. Ich soll aufpassen, ruft der Mitbewohner von oben, während er am Fenster steht und den Rahmen streicht, damit dieser noch weitere fünfzig Jahre halten kann.

Der Fensterrahmen wird gestrichen.

Neulich saßen Wespen in den Rosen, warnt er mich. Tatsächlich. Da lasse ich die Rose lieber dort, wo sie jetzt ist.

Rose mit Bewohner.

Innen wartet ein Päckchen auf mich, mit lauter kleinen Wasserbällen. Die brauche ich für meine Pekip-Gruppen in Nürnberg, weil das die einzigen Wasserbälle sind, die ohne Phtalat zu kriegen sind.

Kleine Wasserbälle

Hach. Der Mitbewohner kruschelt immer noch in der Küche und bastelt, aber was er kocht, wird wohl erst später fertig. Ich habe jetzt Hunger und lasse mich spontan von Ichlebejetzt! zu einem Pfannkuchenfreitag inspirieren. Erdbeermarmelade ist auch noch da.

Für Pfannkuchen sind alle Zutaten immer im Haus.

Draußen fängt es an zu regnen und wird immer dunkler. Da! Ein Blitz! Ein Gewitter! Aber wozu haben wir schließlich eine Gewitterkerze. Ich zünde sie an – und das Unwetter zieht vorbei.

Gewitterkerzen sind immer schwarz. Diese ist aus Walldürn.

Die Katze interessiert das nicht. Sie liegt auf dem Schränkchen und schläft. War was?

Die Katze wacht nicht, sie schläft.

Noch ein bisschen Badputz. In die Seifenschale kommt eine frische Seife, die letzte, die wir vor zwei Jahren aus Russland mitgebracht haben.

echt russische Seife.

Den zerbrochenen Kamm lege ich zurück in die Schublade. Das eingeprägte „handgesägt“ auf ihm hat mich schon immer interessiert. Vielleicht mache ich mich mal auf die Suche danach, wie so ein Kamm „handgesägt“ wird.

zerbrochener Kamm

Jetzt ist Schluss mit Putzen: Aus der Küche duftet es und der Mitbewohner ruft zum Essen. Was es gibt? Schaut einfach bei den Fränkischen Tapas nach.

12 Bilder vom 12. Juni

Kaum war Weihnachten, ist schon wieder die Hälfte des nächsten Jahres vorbei. Es ist kaum zu glauben. Doch wie an jedem 12. des Monats will die Blognachbarin mit „Draußen nur Kännchen“ in zwölf Bildern unseren Tag sehen. Nun denn.

Heute morgen guckte ich nach draußen, weil ich wissen wollte, ob die Lieblingshausziege noch in der Nacht heimgekommen war. Da kein Auto im Hof stand, hatte sie wohl bei der Freundin übernachtet. Nun, dann müssen die gestern gebackenen Gemüsetörtchen halt etwas länger warten, bis sie gegessen werden.

Eigentlich hat die Ampel doch auch unten einen solchen weißen Rand, oder?

Dafür war ich nach Kaffee, Zeitungslektüre und Müslifrühstück Richtung Fürth unterwegs. Aber was war mit der Ampel? Der fehlte ja ein Stück? Huch, gleich wird es grün… also schnell los.

Bei Susanne haben wir Pläne geschmiedet und uns für die kommende Woche eine Wanderung vorgenommen.

Knabberkram, Tee, Rosen: So lässt es sich gut planen…

Dann fuhr ich wieder nach Hause, schließlich wollte der Text über die gestrige Gemeinderatssitzung noch geschrieben werden. Im Ofen lungerten die bereits erwähnten Gemüsetörtchen und grinsten mich an, als ich in der Küche nach etwas Essbarem gesucht habe. Was soll ich sagen? Sie haben auch kalt geschmeckt. Selbstverständlich habe ich noch genügend von ihnen übrig gelassen…

Gemüsetörtchen nach Ottolenghi.

Vor dem Pfingstwochenende waren wir auf Holunderblütenfang. Der Sirup wartete bereits darauf, dass er von Holunderblüten und Zitronen befreit in Flaschen gesperrt werden konnte.

Holunderblüten und Zitronenscheiben bleiben im Sieb.

Der Vorrat steht parat und will in den Keller.

Das ging gewissermaßen fast nebenbei. Heute morgen war der Mitbewohner allerdings unterwegs und hat unsere in Israel gekauften Bilder fertig gerahmt abgeholt.
Das Bild „Soldiers at the Wall“ stammt von israelischen Künstler Merioz Udi und ist der meistverkaufte handsignierte Druck.

Die Kombination der Uniformen mit dem Gebetsschal zeigt, dass die Soldaten nicht allein um des Kampfes Willen ihre Uniform tragen, sondern auch für ihren Glauben eintreten:
„Not by might nor by power, but by My Spirit, says the Lord Almighty“
„Nicht durch Macht oder Kraft, sondern den Geist“ (Sacharja 4.6)

Die Zutaten für Hummus.

Da die Bilder die Erinnerungen an die Reise nach Israel weckten, war es nur logisch, dass wir Appetit auf Hummus bekamen. Den hat der Mitbewohner denn auch gleich gebastelt.

Alles wird klein geschreddert.

Essen ist fertig.

Wer mag, findet das Rezept bei den „fränkischen Tapas“.

Und weil im Juni die Rosen im Vorgarten gerade so schön blühen, gibt es noch Rosenbilder. Nutzt nix, da müsst ihr jetzt durch.

Von der Rose hatte ich ja einen kleinen Zweig mit nach Fürth entführt. Steht neben der Teetasse.


Die Rose heißt Alberich und blüht in winzig kleinen Röschen. Weil sie so winzig sind, blühen ganz viele von ihnen zusammen.

Das ist eine Duftrose, die wir vor gut einem Jahr im Rosarium in Sangerhausen als Erinnerung gekauft haben.

12 Bilder vom 12. Mai

Ich habe zwar lange keine Bilder vom 12. des Monats gezeigt, das heißt jedoch nicht, dass das so bleiben muss. Auch wenn heute nicht nur Sonntag, sondern auch Muttertag war, musste ich arbeiten.

Die hiesige Pfarrkirche blieb heute geschlossen.

Zum ersten Termin brauchte ich nur ein paar Schritte zu gehen: Die Frauen aus der örtlichen Kirchengemeinde streikten. Der drohend dunklen Wolken wegen hielten die Frauen ihren Gottesdienst nicht unter freiem Himmel, sondern unter dem dichten Dach des katholischen Gemeindehauses ab. Von der Aktion der Frauen aus Münster, die vom 11. bis zum 18. Mai andauern soll, hatten sie aus den sozialen Medien erfahren. Den Frauen ging es allerdings nicht nur um die weibliche Teilhabe, sie wollen alle Menschen gleichberechtigt einladen. Aus allen Richtungen strömten nicht nur Frauen, sondern auch Männer ins Gemeindehaus, so dass die Initiatorinnen weitere Stühle aufstellen mussten.

Das alte Schulgebäude von außen.

Bevor jedoch der eigentliche Gottesdienst begann, musste ich entschwinden und zu einem weiteren Termin fahren: Zum Tag der Städtebauförderung wurde die offizielle Übergabe eines Dorftreffs gefeiert. Ursprünglich sollte das fast 150 Jahre alte ehemalige Schulgebäude einem Neubau weichen. Da genügend Einwohner protestierten, blieb das Haus stehen und wurde saniert. Ob sich der Einsatz von anderthalb Millionen Euro gelohnt hat, wird die Zeit zeigen. Heute war jedenfalls eine Menge los.

Pichelsteiner Topf

Zurückgekehrt wartete ein netter Eintopf auf mich. Danach musste ich erst einmal Texte schreiben, schließlich soll morgen etwas in der Zeitung stehen.

Die Sonne lässt sich ab und zu sehen.

Die fleißige Arbeit wurde belohnt: Jetzt war der Himmel halbwegs blau und die Sonne grinste gelegentlich. Auf der Terrasse streckt der vor einem Jahr in Weimar gekaufte Gingko seine Blättchen:

Der Gingko hat den Winter gut überstanden

Nebenan blüht die Iris. Das freut mich, schließlich habe ich sie im letzten Jahr extra verpflanzt, damit es ihr wieder besser geht. Ansonsten habe ich zu diesen Blumen ein, nunja, nicht ganz einfaches Verhältnis: Sie standen im Innenhof unseres Gymnasiums. Blühten sie, begann in jedem Jahr aufs Neue die Prüfungszeit. Lange waren davon immer die anderen, die älteren Schüler, betroffen. Nur im letzten Jahr nicht, da durfte ich dann selbst meine Prüfungen ablegen.

Lila Irisblüte.

Zeit für Kuchen und Tee.

frischer Rhabarberkuchen. Saftig und sauer.

Roter Tee. Ja, im Beutel.

In der Teetasse spiegelt sich die kleine Sonne, die im Küchenfenster hängt.

Die Spülmaschine ist ausgeräumt. Leider wartet das nächste Geschirr schon…

Katze, echt ey. Musst du immer auf der frischen Wäsche lümmeln?

Ein wenig stricken: Der zweite Ärmel ist fast fertig, dann kommt noch der Rumpf dran.

Zum Abend gibt es einfach Brotzeit.

Verbunden mit: Draußen nur Kännchen und damit vielen anderen, die ihren Tag in zwölf Bildern zeigen.

12 Bilder vom 12. Dezember

Die Lieblingshausziege hat den Führerschein und fährt mich. Seit heute bräuchte ich sie zwar nicht mehr zu begleiten, aber ich muss ebenfalls nach Nürnberg. Und da fahren wir eben gemeinsam.

Aha. Kommt links die Quelle-Pfeife, müssen wir runter vom Frankenschnellweg.

Dort geht es lang, wenn man zum Christkindlesmarkt mit dem Bus anreist.

Ich leite Pekip-Gruppen in Nürnberg…

Alles geschafft. Weiter gehts.

In einer Kirche wurden einst die Verzierungen über den Seitenaltären entfernt und ins Feuer gesteckt. Jetzt müssen sie in einer Werkstatt nachgebastelt werden. Puzzlearbeit ist nichts dagegen.

Diese kleinen Knubbelchen heißen Krabben. Ich erzähle demnächst etwas mehr darüber.

So etwa gehört das… was allerdings auf der Pappe gezeichnet ist, wird noch aus Holz gefertigt.

Hier sieht man es im Ganzen ein bisschen besser. Der Sockel des Seitenaltares blieb erhalten, die Figur auch. Nur das Drumherum, das wurde vor gut fünfzig Jahren abgeräumt.

Wieder zu Hause. Erst mal die Tasche hinhängen.

Noch einen Kaffee trinken.

Draußen ist es schon wieder dunkel… und ich muss gleich noch einmal los.

 

Die anderen Bilder sind alle bei der freundlichen Nachbarin Frau Kännchen zu sehen.

12 Bilder vom 12. November

Regennasse Fliesen auf dem Balkon

Der Morgen fängt schon nass an: Es regnet und leise gurgelnd rinnt das Wasser über die Ziegeln, in die Regenrinne und bis nach unten.

Nein, ich will nicht raus.

Selbst die Katz entscheidet sich für ein gemütliches Morgenschläfchen auf meiner Zeitung und hält sich die Augen zu. So muss sie nichts sehen. Klappert allerdings der Futternapf, springt sie sofort hellwach auf.

Der Ofen mit Stein wird langsam heiß.

Da heute die Lieblingshausziege zurückkommt, braucht sie morgen was zu essen. Es gibt Pizza: Die kann sie sich mit an die Arbeit nehmen und dort aufwärmen.

Unterwegs. Zwei Gänse auf dem Feld.

Ich muss los, auch wenn das Wetter wenig schön ist. Zwei Gänse landen auf dem Feld und wundern sich ebenfalls über die weiße Pracht.

Das Gras ist noch grün.

Auch das Gras hat noch nicht mit Schnee gerechnet: Alles ist noch ganz grün.

Baum noch mit Blättern.

Das Bäumchen hält die letzten Blätter ganz fest. Aber ich fürchte, nicht mehr lange.

Viel wächst nicht mehr. Aber das Zeug könnte auch in einer Vase eine gute Figur machen.

Blumen gibt es in dieser Zeit nicht mehr.

Die Vogelscheuche friert. Oder?

Die Vogelscheuche guckt, als wäre ihr so richtig kalt. Ja, dann geh doch dorthin, wo es warm ist.

Eine Rose ist noch im Vorgarten.

Im Vorgarten ist noch eine letzte Rose.

 

Ein heißer Tee,

drei echte Elisen-Lebkuchen

Feuer im Kamin

und prasselndes Feuer im Kamin. So endet der Tag.

 

Die freundliche Nachbarin, bei der es draußen immer Kännchen gibt, sammelt alle Bilder von diesem Tag – dort gibt es noch viel mehr davon zu sehen.

12 Bilder vom 12. Oktober

Ein trüber Tagesbeginn. Die Wolken hängen tief über dem Kanal.

Heute morgen habe ich die Lieblingshausziege zum Kersbacher Bahnhof gebracht, damit sie von dort nach Nürnberg zur Arbeit fahren kann. Anschließend habe ich die Gelegenheit genutzt, war kurz einkaufen – schließlich war ich ja schon unterwegs – und habe das Auto an der Sportinsel geparkt. Das ist praktischer als in der Stadt selbst: Hier gibt es immer freie Parkplätze und ich kann ein paar Meter mal zu Fuß laufen. Das schadet nicht. Dort war ich verabredet, aber davon gibt es keine Fotos, auch nicht von dem schönen Cafe, in dem wir gesessen und Kaffee getrunken haben.

Zu Hause ging auch nicht gerade die Post ab:

Nachmittags wurde das Wetter allerdings noch richtig schön, so dass wir uns noch einmal aus dem Haus wagten.

Wilder Wein am Baum.

Vorsicht, nicht drauftreten.

Herbstzeitlose.

schwarze Beeren.

Ein kleiner Pilz.

Ein bisschen Ausblick gab es auch.

Bewegen sich etwa die Muscheln im Weiher?

Im Weiher daneben sind ebenfalls große Teichmuscheln drin. Aber alle sind leer.

Tja. Alle Karpfen sind weg.

 

Verbunden mit: Draußen nur Kännchen. Wer mag, kann auf den Link klicken und findet noch viel mehr Bilder vom 12. Oktober.

12 Bilder vom 12. August

Dicke Wolken am Himmel

Ja, sicher. Die dicken Wolken hinter den Sonnenblumen könnten weg. Wäre es aber so heiß und sonnig, wie es den ganzen Sommer schon war, käme ich ja zu nichts. Also schaue ich mal, was alles noch heute weg kann, wenn schon die Wolken bleiben.

Ortsbegehung: Ja, der Erdhaufen muss weg.

Die Gemeinderäte in einem kleinen Dorf schauen sich einen ziemlich großen Erdhaufen an. Dieser muss entweder auf dem Grundstück verteilt werden – und würde dafür sorgen, dass der Boden dann durchschnittlich einen halben Meter höher läge, oder er muss abtransportiert werden. Darüber entscheiden die Gemeinderäte aber erst in der Gemeinderatssitzung, heute haben sie sich nur vom Anblick des Haufens überzeugt und beeindrucken lassen.

Der Salat blüht schon.

Der im Frühbeet vergessene Salat fängt langsam an zu blühen. Der kann auch weg, den will keiner mehr essen.

Heute hat der Mitbewohner Rasen gemäht.

Der Rasen ist weg. Da ist nur noch strubbelkurzes Gras.

Pfefferminze mit Schachtelhalm

Das Unkraut zwischen der Pfefferminze muss auch weg.

Die Tomaten werden reif.

Die Tomaten müssen nicht weg, sie müssen nur gelegentlich gepflückt werden. Eine nach der anderen wird reif, rot, saftig und süß.

Ein übrig gebliebener Baumstamm

Im Frühjahr hat der Mitbewohner einen Nadelbaum abgesägt. Der Stumpf sieht jetzt zwar lustig gefärbt aus, muss aber auch noch weg.

Weiße Trauben.

Ob es den weißen Trauben zu trocken war? Einige sind groß geworden, doch die meisten sind immer noch so klein wie Rosinen.

Rote Trauben

Am roten Weinstock hängen ebenfalls Trauben, die sind aber nicht so unterschiedlich groß.

Kamelie.

Beim Blumengießen sehe ich, dass sich schon wieder kleine Läuse auf der Kamelie niedergelassen haben. Die müssen auch weg. Unbedingt. Weiß jemand, wie?

Das wird ein Shirt.

Da noch genug Stoff im Schrank liegt, muss davon auch was weg: Ich nähe mir jetzt ein Shirt daraus.

An diesem Tag kamen noch eine ganze Menge mehr Dinge weg: Die toten Fliegen auf den Fensterbrettern, die Spinnweben unter der Zimmerdecke, die Staubflusen unter den Schränken – aber davon habe ich kein Bild gemacht. Wenn ich heute noch das Shirt fertignähe, kann ja morgen wieder die Sonne scheinen und ich kann wandern gehen.

Bei Caro von „Draußen nur Kännchen“ gibt es noch viel mehr Bilder vom 12. August zu sehen.

12 Bilder vom 12. Juli

Heute war ich den ganzen Tag immer wieder unterwegs: Am Vormittag zu einem Treffen der Mompreneurs in Nürnberg, anschließend gab es zu Hause Kirschenmännla, nachmittags habe ich mich mit einigen anderen Erlanger Wortwerkern und einigen der Fotografen getroffen. Wer mag, kann unsere gemeinsame Ausstellung mit Fotos und davon inspirierten Texten in der Forchheimer Stadtbücherei besichtigen.

Kurze Vorstellung der Referentin.

Fang jetzt an!

Nürnberger Straßenbegleitgrün.

 

 

Kirschen gibt es überall am Straßenrand.

Zu Hause blüht meine Lieblingsrose.

Hey – dieses Jahr gibt es echten Wein. Hoffentlich.

Auf zum Treffen der Wortwerker mit Fotografen.

Die Sonne glänzt auf dem Asphalt.

Eine Tafel voller Leckereien. Jeder hat etwas mitgebracht.

Ab nach Hause. Es wird schließlich schon dunkel.

 

Wer noch mehr Bilder sehen möchte: Hier bei Caro gibt es ganz viele davon.