12 Bilder vom 12. März

Nein, viel geschlafen hatte ich noch nicht, doch der Wecker war unerbittlich, schließlich hatte ich ihn ja selbst auf vier Uhr morgens gestellt. Aufstehen, anziehen, Kaffee trinken, ein Brötchen essen, die Katze füttern und den Koffer packen: Während es draußen noch dunkel ist, fahren wir los. Der Vollmond hängt dick und rund über Franken und leuchtet uns auf dem Weg.

Vollmond über nächtlicher fränkischer Straße.

 

Auf dem Weg nach Frankfurt fahren wir an Würzburg vorbei – und hinter uns geht schon die Sonne auf.

Sonne von hinten, dicht bei Würzburg.

Am Flughafen in Frankfurt. Nein, das ist noch nicht unser Flugzeug.

Am Flughafen angekommen, haben wir noch jede Menge Zeit und können viele Reisende begucken. Jogginghosen scheinen die neue Reisebekleidung zu sein. Bei der Kontrolle habe ich mich noch danach erkundigt, ob ich meine Stricknadeln auch im Handgepäck tragen könnte. Wenn sie nicht länger als sechs Zentimeter sind…

Watteweiche Schäfchenwolken von oben.

Die Frau, die neben uns am Mittelgang sitzt, hat sich einen ganzen Beutel voll mit Essen eingepackt: Käse, Brötchen, Knabberkram. Kostenlos gibt es im Flugzeug nur stilles Wasser und Kaffee, für alles andere soll bar bezahlt werden. Da wir belegte Pappe nicht so mögen und auch keinen Hunger haben, verzichten wir dankend.

Dieses tiefe Himmelblau begeistert mich immer wieder.

Viel zu sehen gab es leider nicht, aber die Sonne war wenigstens da. Rund um uns unterhalten sich alle eifrig. Eine Frau will wissen, wie sie die Armlehne hochklappen kann, der Mann neben ihr versucht zu helfen, doch sie kriegt es nicht hin und entschuldigt sich: „Ich bin schon eine alte Frau“. der Mann erwidert: „Ich bin auch schon ein alter Mann“. Beide lachen. Hahaha.

Zwischenlandung in Alanya. Wir blieben im Flugzeug sitzen.

In Antalya gab es eine Zwischenlandung, das Flugzeug wurde aufgetankt, die eine Crew verabschiedete sich und eine neue Crew kam für das letzte Stück bis Nordzypern an Bord. Da Nordzypern international nicht anerkannt ist, können die dortigen Flughäfen nur direkt von der Türkei aus angeflogen werden. Deswegen der Zwischenstopp.

Alanya von oben

Von oben ist gut zu sehen, wie viel von Antalya unter Folie verpackt ist.

Die Küste von Nordzypern kommt in Sicht.

Der Flug dauert von Antalya nur noch vierzig Minuten, dann sehen wir erst die Küste. Über den Bergen dicht dahinter hängen die Wolken tief.

Berge an der nordzyprischen Küste.

Kurze Zeit später landen wir. Alles rundum ist grün, sattgrün, hellgrün, gelbgrün, tiefgrün. Die Straßen scheinen ungeteert, die meisten jedenfalls.

Kurz vor der Landung: Alles ist grün.

Dann das übliche: Passkontrolle, Koffer einfangen, nach draußen.

Flughafen von Nikosia.

Langsam wird es dunkel. Hier ist es schon zwei Stunden weiter. Im Hotel ist es dunkel, prophezeit eine Frau, die hinter mir im Bus sitzt. Das glaube ich nicht. Die werden sicherlich Strom haben. Und Glühbirnen.

Im Reisebus unterwegs.

Hier sind keine Geisterfahrer unterwegs, hier ist tatsächlich Linksverkehr. Na, wie gut, dass ich hier nicht selbst mit dem Auto fahren muss. Wir fahren in Richtung Osten, nach Famagusta. Da es aber inzwischen ziemlich dunkel ist, mein Handy-Akku nicht mehr mag und es inzwischen 12 Bilder sind, reicht das für heute.

Alle anderen Bilder gibt es bei Draußen nur Kännchen. 

12 Bilder vom 12. Januar

Hach. Es klingelt schon früh an der Tür und die grüne Kiste steht davor.

Katzmatz schnüffelt zwischen dem Gemüse. Nein, da ist kein Leckerli versteckt.

Katzmatz springt auf den Tisch und kontrolliert, ob ihr der Inhalt zusagt. Der Kohlrabi hinten ist übrigens gut anderthalb Kilo schwer. Da muss ich mir echt was einfallen lassen… (oder hat jemand eine Idee, was ich damit alles anstellen könnte?)

Katzmatz guckt aus dem Fenster, doch draußen ist nichts los.

Ich muss noch Texte schreiben. Das findet Katzmatz nur mäßig interessant. Manchmal allerdings legt sie sich dabei vor die Tastatur und auf meinen linken Arm. Das wiederum finde ich nur mäßig toll, aber gelegentlich kann ich ja auch ein kleines Päuschen brauchen.

Morgen ist die Amaryllis aufgeblüht. Bestimmt.

Die Amaryllis blüht bald. Leider hat sie sich nicht so fest wie sonst im Topf verwurzelt – also lasse ich sie an der Wand stehen, da kann sie nicht umkippen.

Kuchen…

Mittag ist längst vorbei, die Texte erledigt, da darf es noch ein Stückchen Kuchen sein. Der blieb vom gestrigen Geburtstag übrig.

Dechsendorfer Weiher mit Verbotsschild.

Ich fahre zum Dechsendorfer Weiher, das ist kurz vor Erlangen. Überall taut es, da laufe ich lieber nicht in der Pampa herum, sondern dort, wo es ordentliche Wege gibt. Diese Schilderhalter stehen neu herum, je nach Anlass lassen sich wechselnde Verbotsschilder dort einfügen. Nun denn.

Schwäne und Blesshühnchen auf dem Wasser.

 

In den eisfreien Stellen schwimmen die Schwäne, Enten und Blesshühnchen. Doch ich habe nichts für die Vögel zu fressen eingepackt. Also kommen sie ganz umsonst neugierig heran.

Ein echter Lichtblick auf dem Weiher.

Zwischendrin versucht die Sonne, zwei oder drei Strahlen durch die dicke Wolkendecke zu schicken. Hat ja auch geklappt. Aber zu mehr hat es denn doch nicht gereicht.

frierender Reiher auf dem Eis.

Der Reiher sieht aus, als würde er frieren, so wie er die Schultern bis zu den Ohren hochzieht. Dabei ist Tauwetter…

Blesshühnchenfüßchenabdrücke.

Hier sind Blesshühnchen lang gelaufen. Deren Füßchen erinnern mich immer ein bisschen an Seetang.

Mit bunten Bändern geschmücktes Bäumchen.

Am Wegrand steht ein kleines Bäumchen, mit bunten Stoffbändern geschmückt. Ein Zettel hängt auch dran, Moment:

Ein Wunschbaum.

Siehe da: Die Kelten und die Tibiter hängen Bänder und Gebetsfahnen in Bäume und den Wind, damit die Wünsche erfüllt werden können.

Danach war die Runde um den Dechsendorfer Weiher zu Ende. Ich glaube, so einsam wie heute war es hier noch nie. Jetzt ist es dunkel, die Lieblingshausziege liegt müde auf dem Sessel und ich müsste noch ein wenig bügeln. Mal sehen, ob ich mich aufraffen kann. Wenn nicht, bleibt die Wäsche auch ganz geduldig liegen und mault nicht.

Die anderen Bilder vom 12. gibt es bei „Draußen nur Kännchen“ zu sehen.

12 Bilder vom 12. Dezember

Tja. Heute hat zwar die Lieblingshausziege Geburtstag, doch ich bin bei ihrer großen Schwester, dort muss eine Wohnung renoviert werden.

 

Doch zunächst muss ich noch etwas schreiben, so wie fast jeden Tag. Nur ist hier der Blick aus dem Fenster ein anderer als bei mir daheim. Logisch, oder?

Da die große Schwester keinen Kaffee trinkt und somit keinen Kaffee im Haus hat, warte ich, bis der Nieselregen aufhört und gehe dann los.

Unterwegs ist es klar und ganz hübsch. Wenn ich mich denn auf die Kleinigkeiten konzentriere.

Auf dem Rückweg komme ich am Zirkus Rambazotti vorbei. Guck an, ich wollte immer schon mal wissen, wo dieser wohnt.

Huch. Der Kaffee war ganz schön schnell alle.

Die beiden Kater kuscheln miteinander.

Mittagessenszeit. Normalerweise mache ich meinen Salat ja selbst… Aber es gibt eben auch Ausnahmen.

Noch ein Kaffee. Sonst schlafe ich gleich ein.

Noch ein Kater guckt um die Ecke. Vielleicht ist ja was im Futternapf. (Nein, da ist nichts)

Jetzt bin ich fertig mit Schreiben – und es ist schon wieder dunkel. Das macht aber nichts. Jetzt ziehe ich meine alten Sachen an und fange an, die Tapeten zu entfernen. Vielleicht gibt es später noch die restlichen zwei Bilder dazu.

12 Bilder vom 12. November

Irgendwie bin ich heute mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden. Alles nervt, die Katze ebenso wie der Mitbewohner. Am Vormittag vergnüge ich mich mit Kücheputzen, das geht deswegen heute doppelt gut. Mittag habe ich davon genug, jetzt will ich raus. Wir fahren hoch in die Fränkische, weil es dort gestern schon geschneit hat. Hinter Urspring geht es schon einmal steil bergauf in Richtung Morschreuth, doch wir fahren noch ein bisschen höher, nach Wolkenstein.

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Schnee.

Die Obstbäume haben noch ein paar bunte Blätter, die Buchen ebenso. Das Wetter als solches ist griesegrau, wie passend für den November und meine Laune gemacht.

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Impressionen am Wegrand

Dieses Zeug wollte ich schon immer mal aus dem Wald holen und einen Kranz draus flechten, ist aber noch nie was geworden.

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Laub mit Schnee.

Das Laub auf dem Weg ist von einer dünnen Schneeschicht bedeckt, die war wohl nass und ist jetzt gefroren. Es knistert und kracht bei jedem Schritt, weil aber das dunkle Laub so hervorguckt, erinnert mich alles an den Zuckerkuchen, den es in meiner Kindheit gab, damals, als wir noch beim Bäcker in der Backstube einkaufen waren und der Verkaufstresen einfach ein Brett war, auf dem die Kuchenbleche nebeneinander standen und die Wespen um die Wette krabbelten und summten.

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Vogelscheuche.

Eine Vogelscheuche grinst über die Hecke und jede Einfahrt ist mit einem Schild „Privatweg“ verziert. Das Dörfchen hat nicht viele Einwohner, da sich aber in der Nähe ein beliebter Kletterfelsen befindet, kommen viele von „auswärts“ hierher.

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Blick von oben

Schon fast oben. Der Blick ins Tal ist großartig.

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Talblick

Dort unten führt die Straße lang, die wir vorhin gefahren sind.

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Mitbewohner am Abgrund.

Der Mitbewohner stellt sich an den Abgrund und guckt, welche Dörfer auf welcher Höhe wo liegen.

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Röthelfels.

Der Röthelfels. Ein Kletterfels. Ab und an fällt auch ein Kletterer herunter und muss dann von der Bergwacht gerettet werden.

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Röthelfels.

Nochmal ein Blick auf den Fels. Ein Pfad führt durch das kleine steinerne Tor nach unten, wenigstens sieht es so aus. Aber ohne Seil und Sicherung probiere ich das nicht aus.

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Blick aus dem Tal nach oben.

Oben über den Bäumen guckt der Fels heraus. Von hier unten sieht es wenig spektakulär aus.

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Automatenmilch

Ich kaufe auf dem Heimweg noch Milch.

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Schluss für heute.

Und mache mir eine Tasse Tee. Die Hefe, die ich am Vormittag angesetzt habe, ist jetzt gegangen und wird nachher noch zum Stollen verarbeitet.

Die anderen Bilder gibt es bei Draußen nur Kännchen zu sehen.

 

12 Bilder vom 12. Oktober

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Kaffeetasse. Jetzt ohne Inhalt, vielmehr: nur noch der Kaffeesatz ist drin.

Wie jeden Morgen beginnt auch dieser Tag mit einem Kaffee. Kaum zu glauben, dass es Zeiten gab, in denen ich diese schwarze Brühe nicht mochte. War aber so. Und die Zeitung sagt, ohne Content, also Inhalt, geht gar nichts mehr. Ich frage mich, was hat also bisher in Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und sonstigen Drucksachen so gestanden, wenn nicht Inhalt?

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In der Baumschule ist die Auswahl groß.

Jetzt ist Oktober: Pflanzzeit also. Ich schreibe einen Text, der dringend fertig werden möchte, anschließend fahren wir nach Effeltrich. Das ist ein von uns nicht weit entferntes Dorf, in dem es eine ganze Auswahl an Baumschulen und Gärtnereien gibt, der Mitbewohner hat mir auch schon mal erklärt, warum das so ist, ich habe es allerdings schon wieder vergessen. Wir nehmen einen Apfelbaum mit vier Apfelsorten darauf mit und eine fränkische Hauszwetsche. Die Sauerkirsche gibt es erst Ende der Woche.

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In der Gärtnerei liegen Äpfel und Quitten herum, alles ist herbstlich geschmückt.

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Obstwagen zur Selbstbedienung

Überall steht das Obst herum, wir brauchen es nur zu nehmen und ein bisschen Kleingeld dafür in die Kasse zu werfen. Das mache ich auch, die Äpfel sehen einfach zu verlockend aus.

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Haustörchen mit Hopfen überwachsen.

Unterwegs bewundern wir noch dieses Gartentörchen, wie es mit Hopfen überwachsen ist.

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An der Wehrkirche.

Die Kirche in Effeltrich ist eine sogenannte Wehrkirche, das heißt, rund um die Kirche ist eine hohe Mauer mit Türmchen und Wehrgang. Kamen Feinde, konnten sich die Dorfbewohner mitsamt Vieh auf den Kirchhof flüchten und von dort verteidigen. (Das hatte ich hier etwas genauer beschrieben: Link zu Text und Bild). Ob die Kugeln und Scharten in der Mauer aus kriegerischen Zeiten stammen, steht leider nicht dran.

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Blick auf die Uhr.

Der Blick auf die Uhr zeigt: Es ist Mittag. Zeit, wieder nach Hause zu fahren und die Suppe von gestern wieder aufzuwärmen.

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Weinlaub am Haus.

Das Weinlaub am Haus färbt sich schon schön rot. In diesem Jahr hingen sogar schon Weintrauben daran. Die sind aber alle schon aufgefuttert.

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Ein Apfel- und ein Zwetschgenbäumchen

Nach dem Mittag fahre ich nach Forchheim und helfe dem Buchhändler beim Umzug. Am Freitag ist Neueröffnung und bis dahin müssen alle Bücher wieder im Regal stehen. Davon mache ich allerdings kein Bild.

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Jacke.

Ich gucke, was die Lieblingshausziege für ihren Neffen genäht hat. Das, was hier so rosig wirkt, ist eigentlich ein schönes Orange, mit grünem Cord.

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Steinbier.

Jetzt stelle ich noch zwei Bier kalt, die müssen allerdings noch ein wenig warten, bis ich von der Jahreshauptversammlung des Adelshäuser Kunstvereins wieder zurückkomme. Bis dahin reihe ich mich mit meinen 12 Bildern in die lange Liste derer ein, die alle 12 Bilder vom 12. des Monats zeigen, immer bei „Draußen nur Kännchen“. 

 

 

 

12 Bilder vom 12. September

Es ist mal wieder der 12., und die freundliche Blognachbarin bei „Draußen nur Kännchen“ möchte sehen, was ich den ganzen Tag über mache. Nun, morgen beginnt die Schule wieder und die Lieblingshausziege darf wieder jeden Morgen mit dem Bus in die Stadt fahren und besucht ebendiese Bildungseinrichtung ein letztes Jahr. Es sei denn, sie dreht eine Ehrenrunde, aber das wollen wir ja nicht hoffen. Weil letzter Ferientag ist, nutzen wir das schöne Wetter und die Gelegenheit, fahren hinaus in die Fränkische und laufen von Mostviel bis Hohenschwärz. Das geht an einem Montag sehr viel besser als am Wochenende, weil dann alle, die aus Nürnberg und anderen Städten der Metropolregion in die Fränkische einfallen, wieder brav ihrer Arbeit nachgehen müssen. Steppt am Wochenende hier der Bär, ist es in der Woche schön ruhig, ganz so, wie es sich für diese sonst eher verschlafene Region gehört.

Das Walberla im Morgenlicht.

Wir halten kurz an, als wir am Walberla vorbeifahren, dem ehemals heiligen Berg der Kelten und Wahrzeichen der Franken.

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Noch liegt Tau auf dem Gras.

Auf dem Gras glitzert noch der Tau und lässt alles funkeln. Während es in der Sonne bereits schön warm ist, wirkt es im Schatten noch frisch und kühl. Ob ich mir doch eine Jacke überziehen sollte?

In der Ferne: Burg Egloffstein.

Hinten ist schon Burg Egloffstein zu sehen, wie sie hoch über dem Tal thront.

Mühlbach auf Stelzen.

Der Mühlbach steht in den letzten Metern auf Stelzen und treibt ein Wasserrad von oben an. Mit diesem wird tatsächlich noch Strom erzeugt. Ob sich damit die Taschentelefone der Wanderer aufladen lassen?

Stromerzeugung durch Wasserkraft.

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Burg Egloffstein über Egloffstein.

Burg Egloffstein ist jetzt besser zu sehen. Wir bleiben trotzdem im Tal und laufen an ihr vorbei.

Alter Bewässerungsgraben.

Rechts neben dem Weg ist ein kleines Rinnsal, das früher der Bewässerung diente, wie ein Schild erklärte. Viel Wasser war allerdings nicht darin.

Weg von Egloffstein nach Hohenschwärz.

Der Weg gibt sich richtig Mühe, uns zu gefallen. Wir sind denn auch ordentlich begeistert. Ein paar Schritte weiter steht ein älterer Herr mit Säge und kürzt einige der Äste, die auf den Weg reichen. Deswegen ist also kaum Wasser im Bächlein.

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Klares Wasser im Bächlein.

Ein paar Schritte weiter plätschert es im Bächlein. Glasklares Wasser rinnt über die Steine und Pflanzen, wir probieren, es ist ganz schön kalt. Noch ein Stück weiter kommt der Abzweig, der einen Teil der Trubach in den Bewässerungsgraben leitet. Hier stehen vier Kisten mit Getränken im Wasser und werden von diesem gekühlt. Das ist ein Angebot der Lamastation, so steht es auf einem Schild, das gleichzeitig darüber informiert, wie viel Geld in das Blechkästchen, das hier die Kasse des Vertrauens darstellt, für eine Flasche zu legen sei.

Von nun an geht es bergauf. Immer im Wald. Das Klopfen eines Spechts, der Schlag eines Taubenflügels – es gibt nicht viele Geräusche, welche die Stille stören. Die Sonnenstrahlen haben noch etwas Mühe, wenn sie bis auf den Waldboden reichen wollen. Die meisten von ihnen werden vom dichten Laub abgefangen, so bleibt es hier unten schattig, kühl und feucht.

Pflaumenbäume.

Oben auf der Höhe brennt die Sonne gnadenlos, so dass wir schnell verschwitzt weiterlaufen. Die Pflaumenbäume sind in ihrer Krone zwar ein wenig struppig, doch unten hängt alles voll mit leckeren Früchten. Leider brauchen sie noch ein paar Tage, bis sie richtig reif und süß sind.

Hohenschwärz. Angekommen.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Brauerei. Dort haben wir uns zwei Hohenschwärzer Bier redlich verdient.

Prost!

Anschließend gehen wir auf dem gleichen Weg wieder zurück zum Auto und fahren nach Hause. Die Lieblingshausziege kommt Nachmittags, sie hat sich einen Kuchen mit Birnen gewünscht. Den gibt es auch, jetzt schneidet sie ein Schnittmuster zurecht, weil sie sich noch eine Bluse nähen möchte, bevor der Sommer ganz vorbei ist.

Und ich muss schreiben. Da gibt es nichts zu sehen.

 

12 Bilder vom 12. August

Boah. Da hätte ich ja fast nicht geglaubt, dass es in Franken regnen könne, schon muss mich das Wetter eines besseren belehren. Regen. Den ganzen Tag lang. Dabei wäre ich so gerne unterwegs gewesen, zumal ich mit meiner Arbeit heute schnell fertig war.

Als wir übrigens am vergangenen Samstag in der Kirche saßen, war – dank Pfarrers Gemütlichkeit – viel Zeit, die Blicke schweifen zu lassen. Da entdeckte doch der Mitbewohner ein winzigkleines Loch in seiner Anzughose und kriegte prompt die Motten. Nach Hause zurückgekehrt, räumte er alle Klamotten aus, saugte, putzte, was man alles eben so macht, wenn man die Motten hat. Gleichzeitig haben wir ein wenig sortiert, einiges durfte uns auch verlassen. Das Handtuch jedoch nicht:

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Altes Handtuch. Bleibt. Wehe, wenn nicht.

Das habe ich vor fast dreißig Jahren mal von meiner Oma bekommen, damals, als jeder froh war, wenn er mal ein Handtuch erwischt hat, ich meine, wir hatten ja damals nichts. Also: Das Handtuch bleibt.

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Saibling. Fangfrisch aus dem Fischgroßhandel.

Zum Mittag gab’s Saibling. Mit Kräutern im Bauch. Schließlich ist Freitag, da gibt es Fisch.

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Hausfrauenspielzeug.

Draußen regnet es immer noch. Die gewaschene Wäsche ist trotzdem trocken und wird jetzt gebügelt. Zu diesem irren Hausfrauenspielzeug hat mich die Lieblingshausziege vor einiger Zeit überredet, leider ist sie gerade nicht da, sonst wäre das Bügeln ihre Aufgabe.

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Schneiderkram.

Nach dem Bügeln regnet es weiter. Da fällt mir ein, dass ich mir neulich schon einen Schnitt vorbereitet und sogar den Stoff schon gewaschen hatte. Also raus damit.

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Kaffeepause.

Gut, in diesem Monat zeige ich auch meine Kaffee- und Teepause, damit es sich nicht wieder so anhört, als sei das nur langweilig.

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Stoff, jetzt zugeschnitten.

Der Stoff ist jetzt zugeschnitten. Währenddessen stellte ich mit Schrecken fest: Es ist etwas zu wenig… Glücklicherweise hat die Lieblingshausziege noch einen schwarzen Jersey, der passt ganz gut.

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Kräutertee.

Auf den Schreck erst einmal einen Tee…

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Maiskolben auf Teller.

Ja, so rein kontrastmäßig machen die abgeknabberten Maiskolben auf gelbem Teller natürlich nichts her. Aber sie waren lecker.

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Lieblingsrose Nostalgie.

Für einen Moment hat es tatsächlich aufgehört zu regnen. Ich gucke mal kurz, was das Grünzeug draußen macht.

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Kletterrose.

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Das war mal eine Sonnenblume.

Wenn schon die Sonnenblume nicht mehr mitmacht, kann es ja mit dem Sommer nix werden. Aber morgen soll es wieder heiß werden, sagt der Mitbewohner. Das hat er aus dem Internet. Ich gucke lieber morgen früh aus dem Fenster, ob er auch Recht hat.

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Schwarze Tomaten.

Die Tomaten haben sich nicht schwarz geärgert, die sind tatsächlich so. Die Samen dafür bekam ich von Herr Ackerbau geschenkt.

Das sind jetzt meine 12 Bilder vom 12. August, alle anderen gibt es bei Draußen nur Kännchen. Hier passiert jetzt nicht mehr viel: Ich nähe noch ein wenig weiter, gucke vielleicht noch ein wenig fern – und gehe ins Bett. Ich hab nämlich noch nette Bücher zu lesen.

Bilder vom 12. Juli

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Auf der Dachterrasse in Nürnberg.

Heute morgen war ich in Nürnberg, zu einem Meet-Up der dortigen Mompreneurs.

Es war wie immer inspirierend, interessant und einfach wunderbar. Ich finde es so großartig, dass Frauen miteinander arbeiten und Pläne machen können, ganz ohne stutenbissige Zickigkeit. Miteinander geht vieles leichter.

Auf dem Weg zurück zum Auto dufteten mich die Linden im Nürnberger Graben an:

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Lindenduft und Lindenblüten

und zu Hause sah ich, dass wenigstens die Sonnenblumen miteinander um die Wette strahlten, auch wenn die Sonne selbst hinter dicken Wolken verschwunden war. Hoffentlich kommt sie demnächst wieder…

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Sonnenblume mit Biene

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Ballkleid nähen.

Das Wohnzimmer ist wieder zur Schneiderstube mutiert: Am Freitag will die Lieblingshausziege auf einen Ball, da muss ein neues Kleid genäht werden. Der Dienstag ist ja noch richtig rechtzeitig dafür.

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Rosenblüte auf Stoff.

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Anprobe: Sitzt auch alles?

Bei mir gab es heute sonst wenig, was ich fotografieren könnte. Texte sind ebenso langweilig, wie volle Kaffeetassen oder Teller mit Spagetti. Finde ich. Die kann sich jeder leicht selbst vorstellen. Deswegen gibt es heute nur sechs Bilder, statt der sonst üblichen zwölf.

Die anderen Teilnehmer gibt es bei Draußen nur Kännchen zu sehen.

 

12 Bilder vom 12. Juni

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Rose im Garten.

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Sonnig. Weiße Wolken.

Heute ist Sonntag – und wer auch immer behauptet hat, dass es heute nur regnen würde – nun, der hatte unrecht. Vor drei Tagen bekam die Rose einen Rosenbogen, jetzt kann sie sich recken und strecken. Der Bruder des Mitbewohners erzählte von den zwei Rosen, die er auf seinem Grundstück gepflanzt hat und die nicht so richtig wachsen wollen. Er will jetzt auch einen Rosenbogen kaufen.

Die Wolken sind weiß und immer wieder ist es sonnig. Wie schön. Da im August die mittlere Tochter ihre kirchliche Hochzeit feiert, fahren wir mal nach Weinfranken, Wein kaufen.

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Störche auf der Wiese.

Die Jungstörche sind schon wieder groß genug, um mit den Alten auf den Wiesen nach was auch immer zu suchen. Kurz hinter Uehlfeld stakst jedenfalls eine ganze Anzahl von ihnen über eine Wiese. Neulich sah ich einen Trecker, der das Gras auf der Wiese mähte. Hinter diesem storchte eine erkleckliche Anzahl an Störchen ebenfalls durch das gemähte Gras, und suchten ihr Futter.

Wir bogen von der Hauptstraße

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Einersheim: Wirtshaus zum Roten Ross.

ab und fahren nach Einersheim. Im dortigen Wirtshaus zum Roten Ross haben wir schon öfter Wein gekauft, so auch heute, obwohl es bereits drei Uhr war und das Wirtshaus schon geschlossen hatte. Weinverkauf geht immer. Diesmal kommen Rotling, Bachus und Domina in den Kofferraum. Die Wirtin erinnerte sich sogar an uns und daran, dass ich mein Geld mit Schreiben verdiene.

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Alte Ziegeln an der Wand.

Im Hof des Wirtshauses steht eine alte Weinkelter von achtzehnhundertirgendwann und die alten Ziegeln schmücken die Hofwand.

Demnächst müssen wir endlich mal hierher fahren und wandern und mit dem Fahrrad fahren, echtjetzmal.

Wir holen noch zwei andere Weinsorten beim Weingut Gamm in Einersheim, fahren dann weiter.

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Eingangstor nach Iphofen.

Für einen Abstecher ins zwei Kilometer entfernte Iphofen ist trotzdem Zeit.

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Überall Weingüter, auch in Iphofen.

Wir parken das Auto ganz vorbildlich auf dem Parkplatz vor den Stadttoren. Bis jetzt schien die Sonne, da wird es doch wohl so bleiben. Nein, blieb es nicht. Es fing an zu schütten, wir stellten uns unter, allerdings war die Mitbewohner ungeduldig genug, so dass wir das Ende des Regens nicht abwarteten, sondern lieber schnell zum Cafe flitzten.

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Noch ein Stadttor von Iphofen.

Auch in Iphofen gibt es eine Menge Weingüter, doch hier kosten die Weine gleich etwas mehr. Dabei liegen zwischen Einersheim und Iphofen gerade einmal zwei Kilometer – und geschmacklich kann ich keinen Unterschied finden. Aber vielleicht bin ich ja nicht Kenner genug, mir soll der Wein ja auch einfach nur schmecken.

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Im großen Tor ist ein kleines Türchen.

Rund um Iphofen gibt es immer noch einige Stadttore. Die haben 1524 wohl vor den Bauern geschützt. Damit die Schweden die Häuser der Stadt stehen ließen, statt sie wie anderswo niederzubrennen, zahlten die Iphofener 10.000 Gulden. Danach quartierten sich die Schweden sogar in der Ortschaft ein.

Im großen Stadttor ist ein kleines Türchen eingelassen. Ich müsste mich ziemlich bücken, falls ich überhaupt durchpassen sollte.

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Eine Wirtschaft mit Linde.

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Noch ein Stadttor von Iphofen.

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Wir trödeln noch etwas, bevor es zurück geht: Immer noch bei Sonnenschein und hohen Wolkenbergen drumherum.

 

Das ist mein Beitrag zu: 12 Bilder vom 12. Juni, bei Draußen nur Kännchen gibt es die vielen Bilder der anderen Teilnehmer.

12 Bilder vom 12. Mai

Ist der Duft des Flieders morgens intensiver als am Abend? Mir kommt es fast so vor, als ich am Küchentisch sitze und meinen Kaffee trinke.

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Flieder auf dem Kaffeetisch.

Ich schreibe den Artikel über das Nähen der Fränkischen Tracht fertig und suche die passenden Bilder aus. Das dauert eine Weile, weil ich meine Bilderordner mal wieder sortieren müsste.

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Die Lieblingshausziege freut sich über ihre selbstgenähte Tracht. Wer sagt denn, dass diese altmodisch sein muss?

Weil anschließend Zeit und nichts dringendes zu tun ist, überrede ich den Mitbewohner – der ja heute ohnehin einen Termin in Fürth hat – mit mir eben nach Fürth zu fahren. Das machen wir prompt und essen bei einem Vietnamesen: Er wählt eine traditionelle Rindfleischsuppe mit Nudeln, ich bevorzuge die Sommerrollen mit Spargel. Als ich später noch einmal dort vorbeikomme, sieht es ganz leer aus.

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Vietnamesisches Essen in Fürth

In den achtziger Jahren hatte Fürth mit 70 Prozent die höchste Ausländerquote in Deutschland, erzählt der Mitbewohner, während wir essen. Mancherorts wurden verrufene Ortsteile einfach „Klein-Fürth“ im Volksmund genannt. Selbst die Fürther redeten schlecht über ihre Stadt, sie fühlten sich hier nicht mehr wohl.

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Leerstand in Fürth.

Ich habe etwa anderthalb Stunden Zeit und strolche durch die Fürther Fußgängerzone. Einige Monumentalbauten stehen leer. Sowas sieht natürlich nicht schön aus, das sähe es auch nicht, wenn die Sonne vom Himmel lachen würde.

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Kaufhaus. Geschlossen.

Es gibt viele Telefonläden, 1-Euro-Shops, Back-Werk und andere Ketten, alles wirkt billig, ist billig. Hier macht es den Menschen nichts aus, wie sie auf der Straße herumlaufen, es guckt sowieso keiner. Eine Filiale von Western Union, Gold-Ankauf. Erstaunlich viele Menschen rauchen auf der Straße, im Gehen oder vor einem Laden. Viele Frauen tragen Kopftuch, telefonieren unterwegs.

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Das jüdische Museum in Franken.

Von den Schildern lasse ich mich zum jüdischen Museum Franken locken. Weil ein Bauzaun einen großen Teil des Gebäudes absperrt, habe ich es fast übersehen.

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Museumseingang.

Die Tür wirkt wie der Eingang zu einem Tresor, ich bin verwundert, dass sie sich tatsächlich einfach öffnen lässt.

Innendrin gibt es eine Menge über die lange jüdische Geschichte in Franken zu sehen, alle Einzelheiten wären jetzt zu viel.

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Ein Plan vom Haus: Unten geht eine Treppe bis zur Mikwe.

Da das Haus einem jüdischen Handwerker gehörte, führt eine Treppe nach unten zur Mikwe (die gerade nicht besichtigt werden konnte, des Anbaues wegen).

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Fünf Dachfelder ließen sich zwischen den Sparren öffnen.

Oben im Dach gab es eine Stelle, an der sich das Dach richtig öffnen ließ, so dass die jüdischen Bewohner des Hauses während des Laubhüttenfestes in der kleinen Kammer darunter wohnen konnten: Unter freiem Himmel und nur von Laubzweigen bedeckt.

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Die Kammer unter dem Dach, das sich öffnen ließ.

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Modell der Fürther Synagoge.

Ein Modell der ehemaligen Fürther Synagoge stand auch im Museum.

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Der Kohlenmarkt am Rathaus.

Ich gehe zurück zum Treffpunkt: Kurz vor dem Rathaus steht ein schiefer Turm, ein Denkmal. Laut Beschreibung soll es eine Quintessenz sein: Hier treffen sich fünf Straßen und „fünf“ heißt „quintus“ auf Lateinisch. Nunja. Das muss ich mir später vielleicht noch einmal genauer angucken. Erstmal fahren wir wieder nach Hause.

Das sind meine 12 Bilder vom 12. Mai, die anderen gibt es bei: Draußen nur Kännchen.