E wie Eins: Magic Letters

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Stuhl aus Holz

Einig sein, eines werden, eins sein: Das ist die Sehnsucht vieler Menschen. Den Partner zu finden, der das ergänzt, was einem selbst fehlt.

Wie ich den perfekten Partner finden k√∂nne, versprechen die Datingplattformen mit ihren Algorithmen: Ich gebe meine Vorlieben und W√ľnsche ein, sie gucken, wer passen k√∂nnte. Irgendwie erinnert mich diese elektronische Partnervermittlung das an das europ√§ische Mittelalter oder an Gepflogenheiten in anderen Kulturen: Als noch die Eltern des Brautpaares die Hochzeit vereinbarten, weil der Besitz gut zusammen passt, weil sich damit der Einfluss vergr√∂√üern lie√ü, so oder so √§hnlich.

Und heute? W√ľrden sich die beiden auf der Stuhllehne vermutlich nicht liebevoll angucken und k√ľssen, sondern mit einem Auge bereits auf das Taschentelefon linsen: Vielleicht ist dort ja der eine, der einzige. Nein. Eins sein, eins werden hei√üt vor allen Dingen: Nein zu sagen zu allen anderen Optionen, die da noch in der Welt herumlaufen.

Das ist bereits der f√ľnfte Buchstabe, das „E“ von Paleicas Projekt: Magic Letters.¬†

17 Gedanken zu „E wie Eins: Magic Letters

  1. Das hast du so schön geschrieben.
    Das Bild dazu ist auch ein Besonderes.
    Ganz liebe Gr√ľ√üe B√§rbel, die ihren Prinzen nun im 42. Jahr an ihrer Seite hat.

  2. Den Stuhl w√ľrde ich zwar nicht unbedingt in meinem Wohnzimmer aufstellen wollen, aber die Idee dahinter ist sehr sch√∂n. Wir scheinen √ľbrigens ziemlich √§hnlich bei der Umsetzung gedacht zu haben ūüôā

    LG Heike

  3. Ich freue mich, wenn es Euch gef√§llt. ūüôā
    Was mir noch auffiel: Ich hab gar nicht erw√§hnt, wo der Stuhl √ľberhaupt steht. ūüėČ
    Er steht in Gotha, auf dem Buttermarkt und hei√üt: „Friedenskuss-Thron“.
    Von vier Holzbildhauern erschaffen, zeigt er zwei G√∂ttinen. Links ist die Gerechtigkeit, rechts der Frieden, beide k√ľssen, umarmen und vereinigen sich.
    In Gotha residierten und herrschten einst F√ľrsten, die ihre „Linie“, ihr „Geschlecht“ in die ganze Welt trugen, obwohl das Kaff ziemlich klein ist.
    viele Gr√ľ√üe
    Sylvia

  4. Ich habe in Gotha eine Cousine, da muss ich beim n√§chsten Besuch direkt mal aufpassen ūüėČ
    Schöner Text zum Foto, sehr stimmig.
    Ich bin auch wieder mit von der Partie.
    Wenn du magst, das ist mein Beitrag
    Gr√ľ√üle

  5. Der eine Sessel ist ein schönes Symbol.
    AUch deine Gedanken dazu gefallen mir sehr. Den/Die/Das (wenn man es nicht nur auf Liebe bezieht) Einzige finden, indem man konsequent nein sagen kann.
    Gute Umsetzung!
    Liebe Gr√ľ√üe
    Jakob

  6. Klasse Auslegung des Themas. Einen Partner finden, mit dem man Eins werden kann. Ich habe das unendliche Gl√ľck, das gefunden zu haben.

    Das Bild dazu passt wunderbar.

    LG Thomas

  7. Hallo Jaelle,
    Du hast Dir viele Gedanken gemacht und eine antike Umsetzung dazu gefunden, gefällt mir, vor allem weil es sicherlich einzigartig ist!
    Verzeih mir, aber mein erster Gedanke, als ich das Bild da, ging in Richtung Guillotine!;-)
    Ich war froh zu sehen und zu lesen, dass sich hier bei Einzelne zu einem harmonischen Paar gefunden haben.
    Liebe Gr√ľ√üe
    moni

    • Hallo Moni,
      da bin ich ja froh, dass Du doch noch gesehen hast, dass es ein Thron sein soll. Auf diese Idee kam ich nicht – vielleicht auch deswegen, weil ich diesen doch recht riesigen Holzthron in echt gesehen habe. Da k√∂nnten wirklich zwei Leute drauf sitzen ūüôā
      viele Gr√ľ√üe
      Sylvia

  8. Tolle Idee die Eins des Themas dazustellen. Ich glaube, der Wunsch nach dem perfekten Leben, dem perfekten Partner, dem perfekten Job usw. wird uns immer wieder unbewusst von der Werbung impliziert. Doch die medial gezeigten Bilder entsprechen nicht der Wirklichkeit und doch sind die meisten ihr Leben lang auf der Suche… Vielleicht sollten wir uns auf das wirkliche im Leben konzentrieren und einfach mit dem zufrieden sein, was man hat – das ist es was wir wieder lernen m√ľssen… Dann kommt der richtige Partner von selbst.
    Viele Gr√ľ√üe
    Heike @Björklunda

    • Ja, aber wir sollen ja nicht zufrieden sein, wir sollen ja immer das neueste Handy, die neuesten Klamotten, und so weiter haben. Wenn wir pl√∂tzlich alle zufrieden w√§ren, w√ľrde die Wirtschaft aber jaulen.
      viele Gr√ľ√üe
      Sylvia

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