ABC der Technik: #Q wie quiosco

Da dachte ich, wenn mir schon auf Deutsch zu „Q“ nicht viel einfällt – und ich auch nicht so viele Dinge hier zur Verfügung habe, schaue ich einfach mal, was das kleine Wörterbuch des Mitreisenden zu diesem Buchstaben sagt und was ich hier finde. Zuerst kam der Schreck: Oh, die Wörterliste zum „Q“ ist ganz schön kurz. Aber mit quiosco aka Kiosk war trotzdem eines dabei, das sich nicht nur hervorragend einreiht, sondern sich hier auch gut fotografieren lässt. Denn Kioske gibt es hier, und zwar richtig schöne:

Malaga.

Kiosk für Eis und Süßkram in Malaga.

Malaga.

Kiosk für Hüte, Postkarten und allerlei Kram.

Malaga

Hinter dem Pferd mit Strohhut noch ein Kiosk: Free WiFi.

Da habe ich mich vor zwei Tagen doch richtig darüber gefreut, dass ich mein Stativ in diesem Urlaub nicht völlig umsonst eingepackt habe. Gestern waren wir unterwegs, stiegen gewissermaßen nach oben, und sahen von der alten Festung auf die Stadt und den Hafen hinunter. Auf dem Rückweg wunderte ich mich, dass eine Frau bei strahlendem Sonnenschein ihre Kamera auf ein Stativ bastelte.

Malaga

Malaga: Blick über den Hafen.

Gut, ich hatte gerade ein Schattenplätzchen auf einem Mäuerchen, also sah ich weiter zu. Bei diesem strahlenden Sonnenwetter brauche ich alles, aber kein Stativ. Echtjetzmal. Aber manchmal bin ich auch einfach nur naiv, wie das nächste Bild zeigt:

Malaga.

Malaga. Blick über den Hafen.

Für ein Selfie sozusagen schleppte diese Dame das Stativ mit sich herum. Ja, diese Verwendung wäre mir nie im Leben eingefallen. Immerhin halte ich ja deswegen die Kamera lieber selbst in der Hand, damit es von mir weniger Bilder gibt. Gelegentlich macht der Mitreisende eines, das reicht dann auch. Aber selbstredend ist ein Stativ deutlich günstiger, als so ein Mitreisender: Es quatscht nirgends dazwischen, braucht nicht ständig eine Pause, will nichts zu essen und zu trinken und schnarcht auch nicht in der Nacht. Aber leider kann ich mit einem Stativ weder kuscheln, noch mich unterhalten. Da fahre ich dann doch lieber mit dem Mitreisenden.

ABC der Technik: #N wie Nudelholz

Wer die Nudeln nun wirklich erfunden hat, weiß keiner. Aber es gibt sie seit mindestens 4000 Jahren. So alt war jedenfalls ein Topf, in dem Archäologen in China Nudeln fanden. Ob der Topf vergraben wurde, damit in schlechten Zeiten einen Vorrat parat war, oder ob die Nudeln so miserabel waren, dass sie mitsamt Topf in die Erde versenkt wurden, darüber schweigt des Archäologen Höflichkeit. In italienischen Gräbern aus dem 4. Jahrhundert sind ebenfalls Nudelhölzer abgebildet. Nicht bekannt ist jedoch, ob im Grab eine tüchtige Hausfrau liegt, die so lange Nudeln rollte, bis sie umfiel – oder der Mann, vom Nudelholz erschlagen, weil er nicht warten wollte, bis das Essen fertig war.

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Suchbild: Wo hängt das Nudelholz?

Damit sich aus Mehl, Eiern und Wasser erst ein Teig, daraus eine plattgewalzte Platte formen lässt, aus der – getrocknet – Nudeln werden, braucht Frau selbstverständlich ein Nudelholz. Der Mann auch, so er denn in der Küche die Arbeit übernimmt.

Bis heute sieht das Nudelholz so aus, wie es wohl schon immer war: Eine Rolle aus Holz, mit zwei Griffen dran. Bei meinem Nudelholz habe ich die Griffe abmontiert, so komme ich mit der Rolle besser in die Ecken des tiefen Bleches.

Ob sich das Nudelholz wirklich zu einer Rollkur eignet, wie von Beate behauptet: Klick öffnet Link, das muss jede Frau selbst ausprobieren. Aus Nudeln lassen sich vielerlei Gerichte zubereiten, und auch die Gerichte beschäftigen sich gelegentlich mit den Folgen des Nudelholzes – oder vielmehr mit dem nicht ordnungsgemäßen Gebrauch desselben.

Das ist mein Beitrag zum ABC der Technik bei Jutta. Bei ihr gibt es auf dem Blog noch viele weitere Teilnehmer.

ABC der Technik #L

L wie: Lichtschalter.

Wer denkt noch über dieses kleine Teil nach, das so unscheinbar an der Wand ist und mit dem sich das Licht so einfach an- und wieder ausschalten lässt? Strom kommt schließlich aus der Steckdose, und das Licht aus der Leitung.

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Ein alter Lichtschalter zum Drehen. 

Mit den alten Lichtschaltern, wie hier einer zu sehen ist, wurde am Knopf gedreht, damit das Licht brannte.

Klack. Licht an.

Klack. Licht aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Lieblingslichtschalter aber, der sah noch ein bisschen anders aus. Der hing über dem Bett der Großeltern und hatte eine Kordel, an der ich ziehen konnte:

Klack. Licht an.

Klack. Licht aus.

Leider war das Klacken so laut, dass es auch außerhalb des Schlafzimmers zu hören war: „Mach das Licht aus!“, hieß es. Da habe ich eben mit der Taschenlampe gelesen. Die hat nicht so einen Krach gemacht, wenn ich sie eingeschaltet habe.

Das ist mein Beitrag zum ABC der Technik, noch mehr davon gibt es bei Jutta zu sehen: Klick hier.