Keine Lunge für die Katz

Da gab es gestern also Innereien vom Reh. Bis auf die Lunge hatten wir alles selbst verbraten, nur an diese hatte ich mich kulinarisch nicht so recht getraut. Also blieb sie für die Katz. Hoffte ich. Schließlich kann ich mich noch daran erinnern, dass wir – als ich noch Kind war und bei meinen Eltern wohnte – Lunge extra für die Katz beim Fleischer holten. Damals gab es noch kein dekadentes Dosenfutter für die Katz, nur Reste, Leberwurstbrot und eben: Lunge. Der Fleischer tütete dann einen ganzen Lungenflügel ein, irgendwer – manchmal ich – musste ihn in der heimischen Küche in viele kleine Stücke schneiden. Schnitt das Messer durch die Lunge, fühlte sich das ein wenig an, wie das Schneiden von Styropor, es war nur wesentlich wabbeliger.

Heute morgen also: In kleine, appetitliche Stückchen geschnittene Lunge für die Katz. Sie setzte sich ordentlich an den Napf, schnüffelte kurz und nahm die Pfote zu Hilfe. Krallen raus, schließlich brauchte die Katz beim Futtern Besteck. Mit den Krallen wurde fein säuberlich ein Stückchen Lunge nach der anderen aus dem Napf gefischt… Nein, Katze. Wenn du dich nicht benehmen kannst, isst du eben auf dem Balkon. So gesagt, so Katzennapf auf den Balkon gestellt, Katze ging freiwillig und schnurrend mit. Katze angelte wieder ein Stückchen Lunge nach dem nächsten aus dem Napf, kaute kurz, ließ es fallen, suchte sich das nächste. Als alle Stückchen hübsch dekorativ auf dem Balkon verteilt waren, rümpfte sie das Näschen, stiefelte wieder rein, legte sich auf ihr Kissen und schlief.

Nun denn. Also keine Lunge für die Katz, sondern Lunge für die Tonne.

Münchsteinach

Auf dem Weg der Sinne zurück nach Münchsteinach.

Da wunderbares Sonntagsausflugswetter war, mieden wir die Fränkische Schweiz weiträumig. Schließlich wollten wir nicht ganzen Heerscharen an Ausflüglern begegnen, sondern in Ruhe ein wenig wandern. Da es im Aischgrund und im Steigerwald bedeutend ruhiger ist, wählten wir Münchsteinach: Hier liegen nicht nur Günther Strack und seine Frau begraben (Link zur Postkarte aus Münchsteinach), sondern hier steht auch das Münster eines ehemaligen Benediktinerklosters. Rund um den Ort ging es auf dem Pfad der Sinne entlang, in ein Cafe (Kuchen hervorragend, Kaffee naja) und zurück. Der anschließende Anruf beim Kind ergab, dass es noch aushäusig war, und nicht mit zum Keller wollte. Dann eben nicht, das konnten wir schließlich auch gut alleine.

12 Bilder vom 12. April

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Frühstück mit Osterbrot.

Es ist Sonntag. Da wird erst ausgiebig gefrühstückt – mit Osterbrot und selbstgemachter Marmelade aus Brom- und Johannisbeeren.

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Blumen auf Balkonien

Anschließend zeigt ein Blick auf den Balkon, dass die Blumen, die ich gestern gekauft und in größere Töpfe gesetzt habe, alles gut vertragen haben. Prima. Kriegen sie also noch einen Schluck Wasser, und wir können einen Ausflug machen.

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Hier darf kein Pferd äppeln. Oder?

Der Ausflug geht nach Weißenohe, ins Lillachtal – wir wollen an den Sinterterrassen entlang zur Lillachquelle laufen. Ich dachte immer, dass die Pferde äpfeln, wenn sie den Schwanz so hochheben, wie auf diesem Schild.

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Zwei Paar Schuhe.

Wie jeder hier unschwer erkennen kann, kam sogar die Lieblingshausziege mit auf den Ausflug. Das freut das Muttertier. 🙂

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Sinterterrassen bei Weißenohe.

Die Sinterterrassen bei Weißenohe: Das ist gerade noch so im Landkreis Forchheim, aber nahe genug an Nürnberg, dass viele Menschen von dort aus hierher einen Ausflug machen. Da die Stadtmenschen nur einmal in der Woche eine grüne Verkehrsinsel sehen, müssen sie sich ausrüsten und anziehen, als ginge es ins Hochgebirge, wenn sie hier in der Fränkischen Schweiz unterwegs sind: Rucksäcke, Wanderstöcke, wetterfeste Jacken, Bergstiefel, Isomatten, Trinkflaschen…

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Sinterstufen bei Weißenohe.

Mitten im Wasser blüht schon was und sieht aus, wie eine Sumpfdotterblume.

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Die Lillachquelle

Hier ist jetzt die Lillachquelle. Weil noch Osterzeit ist, ist sie ebenfalls hübsch geschmückt. Die Sinterstufen bildeten sich, weil das Wasser sehr kalkhaltig ist und sind inzwischen gut 10.000 Jahre alt. Wer mehr wissen will, kann das hier nachlesen.

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Klosterbrauerei Weißenohe.

Anschließend haben wir gegessen, aber nicht hier im Bierhimmel. Der ist in der Klosterbrauerei Weißenohe.

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Kirchenfenster in Schnaittach.

Es war noch Zeit, der Tag wollte schließlich gut genutzt werden. Also beschlossen wir – weil es nicht so weit ist – noch nach Hersbruck zu fahren. Auf dem Weg lag Schnaittach. Die Kirche fiel uns auf, weil sie einen alten Turm neben einem relativ neuen Kirchenschiff hatte. Dieses wurde 1933 gebaut, wie eine Tafel verriet. Über dem Eingang leuchtete das bunte Fenster.

 

 

 

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Bergfestung Rothenberg

Über Schnaittach thront die Bergfestung Rothenberg. Wir haben das Auto abgestellt, sind hochgelaufen, aber nicht in die Festung hineingegangen. Die Mauern der Festung sahen aus, als wären sie aus Beton gegossen.

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Hersbruck

In Hersbruck gab es Eis, bevor es wieder nach Hause ging.

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Lieblingsblumen auf dem Balkon.

Jetzt freue ich mich noch auf eine schöne Balkonzeit, mit Buch und Blick auf die Blumen.

Noch mehr Bilder vom jeweils 12. jeden Monats gibt es bei: Draußen nur Kännchen.