Alles fĂŒr die Katz #46

Neue Katz heißt: Neues Abenteuer. Diese Miez verfolgt gerne den zappelnden Cursor oder den Mauszeiger auf dem Bildschirm. Ich hoffe ja, das gibt sich noch, wenn sie etwas Ă€lter und ruhiger wird.

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Wo ist der Mauszeiger?

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Oh. Blöd. Jetzt ist alles weg.

 

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles fĂŒr die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans ĂŒber schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles fĂŒr die Katz” dabei ist. Klickt euch durch die Galerie der Katzen, streichelt ihnen ĂŒber den Kopf, lasst euch auch einmal anfauchen – und sagt einfach denen, die sie fotografiert haben, wie schön ihre Katzen sind.

Alles fĂŒr die Katz #42

In diesem Sommer haben sich die lebenden Katzen vor mir gut versteckt: Kaum kam ich mit der Kamera in Sichtweite, tauchten sie ab und unter, wedelten nur noch von weitem mit dem Katzenschwanz, als wollten sie sagen: Ätsch, ich war schneller.

Doch zwei große Katzen konnten nicht weg: Eine fuhr als Statue in einem Kirmeszug mit und war auf einem Autodach befestigt, die andere fand ich im Höllental, auf einem stillgelegten Bahnhof, in dem der letzte Zug offensichtlich seinen Anschluss verpasst hat. Oder warum steht er noch?

Der Löwe auf dem Autodach

Der Löwenhof hat die Abfahrt verpasst.

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Alles fĂŒr die Katz #41

Mal mir eine Katz, sagte das große Kind zum kleinen Kind. Das kleine Kind nahm eine Leinwand, Spachtel und Farben und malte eine Katz. Wie gewĂŒnscht. Im Moment ist das große Kind im Urlaub und das kleine Kind hĂŒtet dort die Katzen, deswegen konnte sie mir das einst gemalte Katzenbild nur taschentelefonisch ĂŒbermitteln. Trotzdem: Wer sieht die Katz?

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Katzenbild

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Alles fĂŒr die Katz #35

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Kind mit Katz.

Zwischen Kind und Katz herrscht holde Einigkeit.

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Alles fĂŒr die Katz #28

Katzen gibt es ĂŒberall, glaube ich. Vielleicht nicht am Nord- oder SĂŒdpol, aber ansonsten dĂŒrften sie fast ĂŒberall auf der Welt zu Hause sein, egal ob sie von den Menschen gefĂŒttert werden, oder nicht. Als wir in Madeira loszogen, gleich frĂŒh am Morgen, lagen diese beiden in der Sonne und ließen sich diese auf den Pelz scheinen:

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Katze in der Sonne

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Katze in der Sonne

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Alles fĂŒr die Katz #19

Mirilein

Katze mit Kind.

Ja, das war einmal Katze mit Kind. Eine Unter-der-Bettdecke-SchlĂ€ferin, FrĂŒh-mit-der-Pfote-ins-Gesicht-Tatzerin, Auf-der-Heizung-Liegerin, Sich-ĂŒberall-zwischen-DrĂ€nglerin.

Wir hatten sie aus dem Tierheim geholt und sie hat bei uns einige schöne Jahre verbracht. Irgendwann bekam sie Asthma. Und noch irgendwann spÀter legte sie sich ausgerechnet in ihr Katzenklo und starb.

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Seid gut zu Vögeln

Vögel.

Kaum wird es bei uns nach dem langen und kalten Winter ein kleines bisschen wĂ€rmer, fĂ€ngt das Gras an zu wachsen und die ersten Blumen blĂŒhen. Dann kommen sie. Jedes FrĂŒhjahr, wenn es bei uns anfĂ€ngt zu grĂŒnen und zu blĂŒhen, fallen sie in großer Anzahl bei uns ein. Sie kommen aus dem warmen SĂŒden, wo sie ĂŒberwintert haben, schließlich ist es dort schöner und wĂ€rmer als bei uns. Still, leise und heimlich besetzen sie HauswĂ€nde, Hecken und BĂ€ume. Sie sammeln ihr Baumaterial einfach zusammen, fragen dabei weder um Erlaubnis, noch zahlen sie ein entsprechendes Entgelt. Aus Holz und Stroh, aus trockenem Gras und Lehm errichten sie ihre Bauten völlig ohne Bauplan oder Erlaubnis der Bauaufsicht. Sie nisten sich ein, vögeln, setzen ihre Brut in die Welt, fressen sich ĂŒberall durch, sammeln und raffen an Futter, was sie nur kriegen können, ohne jegliche Gegenleistung. Sie sĂ€en nicht, sie bauen nichts an, sie ernten einfach nur und nehmen sich gewissermaßen alles vom bereits gedeckten Tisch. Sie mĂŒssen schließlich ihre Kinder versorgen, die alles brauchen, was sie kriegen können.

Doch auch wenn diese groß sind und eigentlich selbst fĂŒr ihr Auskommen sorgen könnten, geben sie nichts zurĂŒck. Sie sĂ€en nicht, sie helfen nicht, sie rotten sich statt dessen in großer Anzahl zusammen und fressen, was das Zeug hĂ€lt. Irgendwann, wenn die Tage wieder kĂŒrzer werden, sitzen sie in luftigen Höhen und warten darauf, dass der Wind fĂŒr sie gĂŒnstig steht. Dann fliegen sie auf – und davon. Einfach so.

Das ist mein Beitrag zu den Magic Letters von Paleica: S wie schwarz-weiß. Der Klick auf den Link fĂŒhrt zu den anderen Teilnehmern.

Alles fĂŒr die Katz #18

Tequila mit Überraschungspaket.

Vor einiger Zeit gewann ich ein Katzenfutter-Testpaket – und Tequila guckte ganz neugierig zu, als ich den Kram ausgepackt hab. Mannmannmann. FrĂŒher gab es fĂŒr Katzen einfach LeberwurstbrotstĂŒckchen ohne Rinde oder Kartoffeln mit Soße, MĂ€use mussten sie sich selber fangen. Heute dagegen gibt es unzĂ€hlige Katzenfuttersorten in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Warum allerdings in den meisten Sorten Zucker enthalten sein muss, das erschließt sich mir nicht. Deswegen hatten wir auch fĂŒr die Katz immer Futter welches ohne Zucker zubereitet war. Schließlich sind auch die MĂ€use in der Natur nicht extra gesĂŒĂŸt.

Heute ist erster Schultag fĂŒr die Lieblingshausziege, deswegen ist hier noch alles ein wenig ungeordnet und durcheinander. Aber das wird auch wieder, das groovt sich ein, so dass jeder wieder weiß, was wann jeden Morgen passiert und wie alles reibungslos ablĂ€uft. Außerdem kam eben ein Anruf, ein Termin mit BorkenkĂ€fer sozusagen außer der Reihe, zu dem ich fix fahren muss.

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R wie Ruhe: Magic Letters

Endlich. Ruhe.

Gestern fuhren Bruder und SchwĂ€gerin mit den drei kleinen Nichten in ihr eigenes Zuhause, heute Mittag fuhr die Lieblingshausziege zu ihrer großen Schwester. Jetzt sind nur noch der Mitreisende und ich bei meinen Eltern, die ja nun auch schon Ă€ltere Herrschaften sind. Es ist Ruhe eingekehrt. Das heißt nicht, dass nun hier niemand mehr etwas zu sagen hat, es heißt einfach, dass nicht mehr alles sofort erfolgen muss, sondern Dinge gemĂ€chlich erledigt werden können.

Ruhe heißt ja nicht: Stille. Also kann durchaus Krach sein, ohne dass die Ruhe verloren geht, wie beim Rauschen eines Wasserfalles oder sogar beim LĂ€rm einer Autobahn. Ich halte gerne inne, wenn ich auf der FußgĂ€ngerbrĂŒcke ĂŒber der Autobahn unterwegs bin, und sehe den Autos beim rastlosen Rasen von oben zu. Die haben es so eilig, und ich kann ganz in Ruhe zu meinem Termin gehen.

Das ist mein Beitrag zu den Magic Letters von Paleica: R wie Ruhe. Der Klick auf den Link bringt zu den anderen Teilnehmern.

Ruhe am Wasser.

Ruhe im Wald.

Ja klar. Ruhe bitte. Sonst kann ich nicht schlafen.

 

 

Ich war fremd – fast immer und ĂŒberall

PĂŒnktlich zu meiner Einschulung zogen meine Eltern um. Zwar kam ich gerade noch rechtzeitig zum gemeinsamen Klassenfoto, hatte aber alles andere verpasst. Es ging gleich in die Klasse, ganz ohne Programm und Trara.

Ich war fremd. Ich kannte keinen einzigen MitschĂŒler, schließlich hatte ich nicht mit ihnen den Kindergarten besucht, sondern mit anderen Kindern, die jetzt in einem anderen Ort in eine andere Schule gingen. Dazu kam: Ich konnte bereits lesen. Ich war darauf stolz wie Bolle und verstand nicht, warum mich die anderen seltsam anguckten, wenn ich im Lesebuch weiterblĂ€tterte.

Vier Jahre spĂ€ter zogen meine Eltern fĂŒr vier Jahre ins Ausland, um dort zu arbeiten. Weil sie erst zu Beginn meiner Herbstferien ausreisten, kam ich erst sechs Wochen spĂ€ter als meine MitschĂŒler ins Internat. Wieder war ich fremd: Die anderen hatten sechs Wochen Vorsprung und hatten sich lĂ€ngst zu Cliquen und GrĂŒppchen zusammengefunden. In diesen vier Jahren war ich froh ĂŒber jede Minute, die ich mich mit einem Buch zusammen irgendwohin verkrĂŒmeln konnte, um zwischen zwei Buchdeckeln zu wohnen.

In der Oberstufe hatte ich einen verstĂ€ndnisvollen Klassenlehrer, der versuchte, zwischen den MitschĂŒlern und mir zu vermitteln: Er verglich die anderen mit den Fans, die begeistert im Stadion ihrem Verein zujubeln und nannte mich einen BĂŒcherwurm, der ich ja zugegebenermaßen auch war.

Im ersten Studium war ich zu beschĂ€ftigt, um mich fremd zu fĂŒhlen. Außerdem traf ich zum ersten Mal auf Menschen, mit denen ich NĂ€chte durchquatschen konnte, und die Welt hĂ€tte retten können.

Dann kam die Wende. Wir wurden aus GrĂŒnden zerstreut – und fanden uns nicht wieder. Ich zog in den Westen – um dort ein neues Studium zu beginnen. Damit ich mich, mein Leben und mein Kind finanzieren konnte, arbeitete ich nebenher. Und war so fremd, wie nie zuvor:

Auf Wohnungssuche erklĂ€rte mir eine Vermieterin, dass sie mir die Wohnung nicht geben wĂŒrde, weil sie schon einmal einen Mieter aus dem Osten gehabt habe, der sein Heizöl einzeln im Kanister an der Tankstelle geholt habe.

An der Arbeit erzĂ€hlte man mir immer wieder, wie faul doch die Leute aus dem Osten seien – bis auf mich natĂŒrlich. Ich sei ja echt eine Ausnahme.

Irgendwann, bei einem Wechsel der Arbeitsstelle, habe ich nicht mehr erzĂ€hlt, wo ich herkomme. Ich habe einfach nur noch meinen Wohnort genannt. Das musste reichen. Übrigens: Das Kind, das jetzt schon groß ist, hat es Ă€hnlich gemacht. Als sie von der Grundschule – in der sie wegen ihrer Herkunft gehĂ€nselt wurde – auf das Gymnasium kam, nannte sie als Herkunft nur noch ihren Wohnort. Fertig. Da uns kein Akzent verriet, ging das gut. Besser als vorher. Ich war nicht die einzige: Eine Kollegin, die fĂŒr mich mit deutlich vernehmbarem Zungenschlag sprach, fragte ich, wo sie herkam. Ich hoffte, sie wĂŒrde sich outen und wir wĂ€ren dann schon zu zweit. Aber sie nannte einen anderen Ort, einen unverfĂ€nglicheren, einen, der im Westen lag.

So hielt ich es lange Zeit. Die Vorurteile gegenĂŒber „Denen von drĂŒben“ waren fĂŒr mich immer gut vernehmbar, wenn Menschen, die nicht wussten, woher ich wirklich kam, ĂŒber andere Menschen von dort sprachen.

Inzwischen erzĂ€hle ich wieder, wo ich herkomme. Auch wenn ich immer noch fremd bin, hier in Oberfranken. Vor gut zwei Jahren zog ich hierher, doch es fĂŒhlt sich immer noch wie Urlaub an, nicht wie ein Zuhause, oder eine Heimat. Aber es gefĂ€llt mir hier sehr gut. Und es gibt immer mehr Momente, in denen ich mich nicht fremd fĂŒhle.

Vor einigen Monaten habe ich darĂŒber nachgedacht, was fĂŒr mich eigentlich Heimat ist:

(Klick): Meine Heimat. 

Ich war fremd: Der LandLebenBlog rief auf, sich dazu Gedanken zu machen. Vielen Dank dafĂŒr.