Alles für die Katz #17

Granada.

Katzenbild in Granada.

Nur ein paar Striche sind nötig, und schon ist das Bild einer Katze da: In einer Hausnische in Granada habe ich sie schnell fotografiert, bevor sie sich verstecken konnte.

Ich freue mich richtig darauf, dass wir heute über Frankfurt bis Nürnberg fliegen, dort vom Flughafen abgeholt und nach Hause gefahren werden. Vier Wochen Spanien waren toll, aber jetzt reicht es. Ich will heim.

Es war großartig: Wir hatten in den vier Städten jeweils genügend Zeit, alles in Ruhe zu entdecken, einfach durch die Straßen zu streifen und dem weißen Kaninchen zu folgen. Das, was in den Reiseführern stand, haben wir mehr oder weniger auch gesehen, ja. Aber ich habe mir vor der Reise keine Reiseführer angeguckt. Der Mitreisende hatte für jede Stadt zwar eine Liste, was es alles an Sehenswürdigkeiten gab, da wir aber keine Eile hatten, fanden wir viele der gelisteten Dinge einfach so, stolperten gewissermaßen darüber. In der Hitze, die hier herrschte, hätte alles andere auch kaum funktioniert.

Ihr könnt Eure Katzenbeiträge gerne wie immer unten verlinken, allerdings kann ich erst dann kommentieren, wenn ich gelandet und zu Hause angekommen bin.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120

Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist.

Alles für die Katz #16

Heute ist es ein wenig später geworden. Das lag einfach daran, dass es gestern Abend ein Feuerwerk zu bestaunen gab. Wer mag, kann wie immer antworten, ich werde allerdings frühestens am Abend Eure Beiträge angucken können und darauf antworten. Bis dahin viel Spaß!

Cordoba.

Cordoba.

Immer wieder erinnern in Cordoba römische Ruinen daran, dass in dieser Stadt einmal die Römer lebten, arbeiteten und – wie hier – Tempel für die Ewigkeit errichteten. Nun sind zwar keine Römer mehr da, aber die Überreste der Tempel stehen noch herum. Dabei sahen mir – ehrlich gesagt – die Säulen ein wenig sehr neu aus. Vielleicht hat jemand doch einen Nachbau gewagt, einfach weil’s hübscher ist.

Diese kleine Tempelanlage schützte ein Glaszaun vor dem Betreten: So konnte zwar Mensch nicht seine modernen Fußspuren zwischen die alten Steine setzen, doch den Samtpfoten blieb genug Platz, sich zwischen und unter den Glasplatten hindurchzuzwängeln. Sind sie doch bedeutend schlanker, als gut genährte Wohlstandskatzen. Trotzdem ging es den Kätzchen, die ich sah, nicht schlecht: Sie hatten ausreichend Futter.

Cordoba.

Cordoba. Straßenkater.

Ein schlanker Straßenkater kam des Wegs. Sie sind recht scheu und vorsichtig, die spanischen Katzen. Wie sie auf spanisch gerufen werden, weiß ich nicht. Ich habe nur festgestellt: auf miez-miez hören sie nicht. Da zuckte noch nicht einmal eine Ohrenspitze.

Cordoba.

Cordoba. Straßenkatzen.

Hinter der Scheibe lag genügend Trockenfutter für alle, sowohl für die beiden kleinen Kätzchen, als auch für das Katertier. Die kleine Graue hätte ich am liebsten eingepackt, so süß war das Tierchen. Da das nicht ging, habe ich wenigstens ein Foto gemacht.

alles_fuer_die_katz_logo_160x160Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist.

 

Tagebuchbloggen am 5. August: Sevilla

Sevilla

Frühstück in Sevilla.

Für meine Verhältnisse stand ich heute relativ spät auf. Allerdings war die Nacht – so viel Jammern auf hohem Niveau darf sein – einfach heiß. Der Miefquirl lief, damit die Luft wenigstens etwas bewegt wurde, das Fenster stand weit offen, die Tür ebenfalls. Das machte auch nichts, wir hatten hier in Sevilla ein Haus für uns ganz alleine, obwohl wir eigentlich nur ein Zimmer brauchten. Außer uns war schließlich niemand so blöd, und guckt sich im August Sevilla an. Doch, ein paar Touristen waren trotzdem da und drängelten sich überall mit aufs Bild, wenn ich nicht aufgepasst habe.

Sevilla.

Sevilla. Innenstadt.

Da ich die Pflicht in Sevilla: Alcazar, Kathedrale und so weiter schon absolviert hatte, blieb mir die Kür: Heute war Bummeln in kleinen Gässchen angesagt. Die gab es im ehemaligen Judenviertel, das allerdings schon lange keines mehr ist. Eng war es. Da die Häuser so dicht standen, dass die Sonne nicht bis nach unten schien, blieb es relativ schattig und kühl. Früher musste hier nur ein Esel mit zwei Wasserfässern durchpassen – mit Autos hat damals noch niemand gerechnet.

Sevilla.

Sevilla. Enge Straßen.

Unterwegs waren die meisten zu Fuß. Davon dürfte der größte Teil Touristen sein, so wie ich. Die Spanier fuhren mit Rollern, Motorrädern oder Fahrrädern. Unterwegs gab es immer was zu gucken, auch wenn ich weder ein Kleid, noch einen Fächer oder eine Tasse gekauft habe.

Sevilla.

Sevilla. Andenkenladen.

Sevilla.

Sevilla. Zwei Säulen aus römischen Zeiten.

An einem Platz standen diese beiden Säulen. Die haben die Römer einmal hier aufgestellt – und vergessen, sie beim Abzug wieder einzusammeln.

Sevilla.

Sevilla. Gazpacho und Kaffee.

Es war mittags: Zeit für einen heißen Kaffee und eine kalte Gazpacho. Gleich neben den Säulen gab es die kleine Leckerei, die bei dieser Temperatur durchaus als Essen durchging.

Sevilla.

Sevilla.

Ein Stückchen weiter waren kaum Menschen in den Straßen unterwegs, dafür aber die Jalousien hübsch verziert. Mittags haben die Läden übrigens fast alle zu – und machen erst abends wieder auf.

Sevilla.

Sevilla.

Dort, wo die Straßen wieder breiter waren, spendete Stoff den nötigen Schatten und ich schlich zurück zur Unterkunft. Vielleicht gehe ich noch einmal los, wenn es später etwas kühler wird. Lasst euch überraschen.

Irgendwann war einfach Appetit auf Tapas da. Eben mal so. Aber das ist in Sevilla überhaupt kein Problem.

Sevilla.

Sevilla. Tapas Bar.

Und der Rückweg zeigte, dass immer noch einiges los war. Noch nicht mal die Pferdchen vor den Kutschen hinter der Kathedrale hatten Feierabend.

Sevilla

Sevilla. Hinter der Kathedrale.

Und auf dem Platz war auch noch eine Menge los.

Sevilla

Sevilla. Hinter der Kathedrale.

Aber mir reichte es für heute. Morgen ist auch noch ein Tag, da geht es weiter, mit dem Zug nach Cordoba. Die rechte Tür von den beiden, das ist die Richtige für diese Nacht.

Sevilla

Sevilla.

 

Das ist mein Beitrag zum „WMDEDGT“ aka: Was machst du eigentlich den ganzen Tag. Frau Brüllen fragt das einmal im Monat, immer am 5., und ich mach da einfach mit.

Alles für die Katz #15

Wenn Ihr das lesen könnt, bin ich gerade unterwegs. Überhaupt unterwegs, das ist ohnehin bei diesem Beitrag das passende Stichwort: Schließlich war diese Karte unterwegs, sie reiste von Frau Tonari aus Berlin bis zu mir nach Oberfranken:

Katzenkarte

Denn am 30. Juli war Weltpostkartentag. Ich hab mal Postkarten gesammelt und hatte mit – ich glaube 16 Jahren – einen ganzen Schuhkarton voll mit Karten aus aller Welt. Das war gar nicht so einfach, damals, in der DDR. Wir hatten ja nichts. Außer Karten aus dem Harz, von der Ostsee, dem Balaton, von der russischen Brieffreundin…

Ich habe allerdings heutzutage den Eindruck, je weniger Karten mit der Post verschickt werden, desto schönere und witzigere Karten gibt es. Dabei schreibe ich selbst aus dem Urlaub immer noch Karten, und bekomme auch gerne welche. Logisch. Wer möchte, schicke mir seine Adresse per Mail – und warte geduldig.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist.

Alles für die Katz #14

Zirkus

Große Katze im Zirkuszelt

Vor einigen Jahren war ich im Zirkus und hatte ganz vorne einen Extra-Platz, an dem ich gut fotografieren konnte. Diese große Miezekatze saß also vor mir auf ihrem Höckerchen und machte, was alle Miezekatzen gerne machen: Sie angelte nach ihrem Schwanz. Dabei war sie allerdings etwas unaufmerksam, verpasste ihren Einsatz und wurde vom Dompteur erinnert, dass sie hier sei, um zu arbeiten, vulgo: den Besuchern etwas vorzuhüpfen.

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist.

ABC der Technik: #N wie Nudelholz

Wer die Nudeln nun wirklich erfunden hat, weiß keiner. Aber es gibt sie seit mindestens 4000 Jahren. So alt war jedenfalls ein Topf, in dem Archäologen in China Nudeln fanden. Ob der Topf vergraben wurde, damit in schlechten Zeiten einen Vorrat parat war, oder ob die Nudeln so miserabel waren, dass sie mitsamt Topf in die Erde versenkt wurden, darüber schweigt des Archäologen Höflichkeit. In italienischen Gräbern aus dem 4. Jahrhundert sind ebenfalls Nudelhölzer abgebildet. Nicht bekannt ist jedoch, ob im Grab eine tüchtige Hausfrau liegt, die so lange Nudeln rollte, bis sie umfiel – oder der Mann, vom Nudelholz erschlagen, weil er nicht warten wollte, bis das Essen fertig war.

h6hea4 336

Suchbild: Wo hängt das Nudelholz?

Damit sich aus Mehl, Eiern und Wasser erst ein Teig, daraus eine plattgewalzte Platte formen lässt, aus der – getrocknet – Nudeln werden, braucht Frau selbstverständlich ein Nudelholz. Der Mann auch, so er denn in der Küche die Arbeit übernimmt.

Bis heute sieht das Nudelholz so aus, wie es wohl schon immer war: Eine Rolle aus Holz, mit zwei Griffen dran. Bei meinem Nudelholz habe ich die Griffe abmontiert, so komme ich mit der Rolle besser in die Ecken des tiefen Bleches.

Ob sich das Nudelholz wirklich zu einer Rollkur eignet, wie von Beate behauptet: Klick öffnet Link, das muss jede Frau selbst ausprobieren. Aus Nudeln lassen sich vielerlei Gerichte zubereiten, und auch die Gerichte beschäftigen sich gelegentlich mit den Folgen des Nudelholzes – oder vielmehr mit dem nicht ordnungsgemäßen Gebrauch desselben.

Das ist mein Beitrag zum ABC der Technik bei Jutta. Bei ihr gibt es auf dem Blog noch viele weitere Teilnehmer.

Tagebuchbloggen am 5. Juli

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, fragt Frau Brüllen an jedem 5. des Monats.

Eigentlich wollte ich vor Tagesanbruch die Kühle nutzen, doch Max, mein lieber Schweinehund ließ mich erst erwachen, als die Sonnenstrahlen bereits auf meiner Nase tanzten. Dann eben nicht.

Zeitung

Zeitung

Den Kaffee gibt es mit Zeitung: Ich lese den Artikel von Slavoj Žižek in der Zeit: „Was ist jetzt noch links“, während vor dem Fenster die Elstern lärmen. Gestern habe ich noch eine Schüssel mit Wasser für die Vögel auf den Balkon gestellt, heute ist sie leer. Und das, obwohl der Nachbar gestern mit seiner Beregnungsanlage ein richtiges Regenfest für die Spatzen veranstaltet hat.

Als der Lieblingsmann die Brötchen holt, jammert die Bäckersfrau über die Hitze und darüber, dass sie am liebsten im Laden geschlafen hätte, weil dort der einzige klimatisierte Raum im Haus sei.

Serenade

Serenade

Ich schreibe noch schnell über die Serenade vom Freitagabend. Die Füße stecken dabei in einer Schüssel mit kühlem Wasser, die unter dem Schreibtisch steht. An diesem Abend spielte ein kleiner Junge selbstvergessen in dem Teich, aus dessen Mitte sonst eine Fontäne sprudelt und wurde – das vermute ich jetzt einfach mal – von den meisten Zuschauern rund um den Teich beneidet.

Zum Mittag Salat. Viel zu viel Salat. Aber sehr gut: Grüner Salat, Gurke und Paprika in Stückchen, geschnittene Pfirsiche und Erdbeeren, geschmorte Möhren- und Champignonscheiben, Schafskäse und Salatsauce.

Flohmarkt

Flohmarkt

Eine kurze Fahrt, zwei Dörfer weiter: Dort sitzen Menschen in ihren Gärten und Garagen, haben Tand und Tinnef auf Tapetentischen versammelt und warten auf Käufer. Das alte Geschirr, das sie zur Konfirmation geschenkt bekam, möchte eine ältere Frau jetzt endlich loswerden. Wenn es keiner haben will, kommt es in die Tonne, kündigt sie an – doch ich nehme nichts mit.

Auf der Rückfahrt bläst der Fahrtwind glutheiß durch das Autofenster. Das erinnert mich an die Erzählung: „Die Regentrude“ von Theodor Storm. „Die Luft ist lauter Feuer“, lässt Storm die Heldin unter der Hitze stöhnen. Er schrieb das Märchen einst in der Stadt, in der ich – Jahre später, versteht sich – die Oberschule besuchte.

Als Bilder und Text in der Redaktion sind, gibt es zur Belohnung Kaffee und Ruhe. Ich lese ein wenig herum und überlege, wie sich Amazon das so vorstellt: Die Autoren werden ab jetzt nach gelesener Seite bezahlt. Ich nehme aber an, dass der Käufer – auch wenn er das E-Book nicht lesen sollte, trotzdem den ganzen Preis bezahlen muss. Oder? Was passiert eigentlich dann mit dem Überschuss, dem Rest, dem, was beim Kauf bezahlt wird, aber nicht beim Autor ankommt?

Wenn ich mir ein Auto kaufe, bezahle ich dem Autohändler ja auch den geforderten Preis. Bezahlt der dann – je nach gefahrenen Kilometern – den Hersteller? Für ein Auto, das nur in der Garage steht und nicht gefahren wird, kriegt der Hersteller dann nichts?

Vielleicht sollte ich mir das mal von jemandem erklären lassen, der von Wirtschaft mehr versteht, als ich.

Ich fahre lieber mit dem Lieblingsmann auf den Keller. Dort ist auch eine Wirtschaft.

ft 131

Wandertafel am Parkplatz

Ergänzung: Wir fahren auf den Kreuzberg, und gehen dort auf den Lieberth-Keller. Das ist der kleine Keller in der Mitte, der uns ohnehin am sympathischsten ist. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Keller sehe ich, dass die Schuhe, die neulich schon an der Wegtafel standen, immer noch stehen: „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“

 

 

ft 129

Schuhe zu Füßen der Wandertafel

Ein Stieglitz hüpft unter den Bierbänken und sucht nach Futter. Fliegt auf, als ein Pärchen kommt: Sie in weiß-blond, mit Doppelkinn und Dreifachbauch im kleinen Schwarzen. Eng, selbstverständlich – und mit Pailletten am Ausschnitt. Er in brauner Tarnfleckhose, knielang, mit Aufschrift „Dragon Star“.

ft 132

Bier auf dem Keller.

Am Nebentisch mahnt die Frau ihren Mann, der vor einem Teller mit Pommes und Schaschlik sitzt: „Brauchst dich nicht so zu beeilen, isst dir keiner was weg!“

I see faces: Ein zwinkernder Baum

inge und wolfgang 045

Baum im Bierkeller

Bierkeller sind in Franken eine wunderbare Einrichtung, obwohl der Name auf den ersten Blick etwas irreführend wirkt. Schließlich sitzen die Gäste ja im Freien, meist unter Bäumen – und nicht in einem dunklen und kühlen Keller.

Für alle, die es genau wissen wollen: Im Bierkeller wird nicht gesessen, getrunken und gegessen, im Bierkeller liegt einfach das Bier und hat es dort schön kühl.

 

Die meisten Bierkeller stammen noch aus längst vergangenen und oft romantisch beschworenen Zeiten. Damals gab es weder Strom, noch Kühlschrank. Statt dessen buddelten sich die Bierbrauer in die Tiefe des Sandsteins, der die immer gleiche Kühle bot und lagerten dort ihr Bier. Irgendwann schenkten sie direkt an den Kellern auch das Bier aus – und sparten sich im Sommer den Transport bis zur Wirtschaft.

Wie viel Bier jemand trinken muss, bis er weiße Mäuse sieht, das weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls nur ein einziges Glas Hefeweizen getrunken, bis ich das Gesicht im Baum entdeckt habe. Ob der Wirt damit die Gäste schrecken will?

Das ist mein Gesicht im Juli für Rosenruthie, bei der es auch dieses Mal noch viel mehr Gesichter zu entdecken gibt: Klick hier.

Alles für die Katz #13

z5gst 287

Katze auf Hiddensee

Von Zingst aus lag ein Ausflug zur Insel Hiddensee nahe. Allerdings dauerte die Bootsfahrt länger, als gedacht, da das Schiff durch den Bodden an Stralsund vorbei bis nach Hiddensee schipperte. Auf Hiddensee angekommen, saß diese Katze auf einem Schild direkt neben dem Weg, der zum Leuchtturm führte:

Faucht sie einen imaginären Feind an? Leidet sie an Verstopfung? Wartet sie auf ihr Futter? Oder will sie sich der kreischenden Möwen entledigen? Ich weiß es nicht…

alles_fuer_die_katz_logo_120x120Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder. Das von Kerstin gestaltete Logo darf sich auch jeder mitnehmen und verwenden, der bei “Alles für die Katz” dabei ist.

Gesiebte Luft: Für die Rostparade

Hoch über der Saale, die im Tal vor sich hin mäandert, thronen drei Schlösser von Ost nach West auf Muschelkalk: Das alte Schloss, ein kleines Rokokoschlösschen und ein Renaissance-Schloss.

via regia 054

Dornburger Schlösser bei Jena

Goethe war auch schon da: Die Schlösser gehörten schließlich der herzoglichen Familie von Sachsen-Weimar-Eisenach und Herzog Carl August war sowohl Freund, als auch Dienstherr des Dichterfürsten. Am 4. März 1777 schrieb Goethe von einem Aufenthalt im Rokokoschlösschen an Charlotte von Stein: „Auf meinem Schlösschen ist’s mir sehr wohl, ich habe recht dem alten Ernst August gedankt, dass durch seine Veranstaltung an dem schönsten Platz, auf dem bös’ten Felsen eine warme gute Stätte zubereitet ist.“

Goethe weilte im Sommer 1828 gerade im Renaissanceschloss, als er die Nachricht vom Tode Carl Augusts erhielt. Er blieb dort bis in den Herbst hinein und verfasste in dieser Zeit die Dornburger Gedichte. In der Bergstube, die Goethe damals als Wohn- und Schlafzimmer diente, steht noch immer sein Schreibtisch. Die Aussicht von dort oben war großartig – und kann immer noch besichtigt werden.

via regia 065

Dornburger Veste

Für Andere war die Aussicht dagegen nicht so rosig: Als 1717 ein Brand in Dornburg auch das Amtshaus in Schutt und Asche legte, bekam der Ortspolizist oben in der Dornburger Veste eine Wohnung – und das Gefängnis wurde ebenfalls dorthin verlegt. Die Fenster sind bis heute vergittert und es ist zu sehen, wie damals das Gitter nachträglich mit Backsteinen eingebaut wurde. Inzwischen sind die Steine verwittert und das Gitter verrostet. Beide würden einem Ausbruchsversuch wohl nicht mehr viel Widerstand bieten. Das ist auch nicht mehr nötig: In der Veste ist nichts und niemand mehr drinnen.

Den Gitterrost jedoch schicke ich zur Frau Tonari auf die Rostparade. Wer Lust auf noch mehr Rost bekommt, klickt einfach Hier.