C wie Chaotisch: Magic Letters

logo_abiszNoch vor hundert Jahren dachten die Menschen, dass es ihnen gelingen wĂŒrde, alles, was auf der Welt geschieht, in Formeln zu fassen und es somit zu ordnen. Man glaubte, dass alles berechenbar und regelmĂ€ĂŸig sei. Doch es hat sich gezeigt, dass es weitaus chaotischer zugeht, als sich in Formeln fassen lĂ€sst, egal, wie kompliziert diese scheinen. Das beste Beispiel fĂŒr chaotisches, unberechenbares Verhalten ist schon der Mensch, dessen Verhalten sich einfach nicht berechnen lĂ€sst.

Chaos hat seinen Ursprung im Griechischen: Hier bedeutet es „leerer Raum“, Platon bezeichnet diesen als ein „wĂŒstes Durcheinander“. Die griechischen Philosophen versuchten, in dieses Chaos eine Ordnung, den Kosmos zu bringen: Die Vielfalt der Welt zu vereinheitlichen.

Da Chaos ein Zustand ohne Regeln und Muster ist, lÀsst sich dieser auch nicht mit einer Chaostheorie beschreiben. Diese sucht vielmehr im Chaos nach einer Ordnung und vor allen Dingen dort, wo sich die Ordnung in ein Chaos verwandelt.

Hier kommt jetzt der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ins Spiel: Dieser besagt, dass in einem geschlossenen System die Ordnung ab- und das Chaos zunimmt. Wenn ich mir das Zimmer der Lieblingshausziege angucke, so scheint das zu stimmen: Ich mache die TĂŒr zu, und irgendwie wird es immer unordentlich, ohne dass sie dabei etwas macht. Sagt sie jedenfalls.

Und wie kommen jetzt die Bilder dazu? Das Teeniezimmer gibt es jedenfalls nicht zu sehen. Ich habe Bilder ausgewÀhlt, in denen sich etwas nicht in der Ordnung befindet, in der es erwartbar wÀre.

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Ein Pfahl mit MĂŒtze

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Ein Esel aus Stein im Wald.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein zerbrochener Wegweiser, der den Weg nicht mehr weisen kann.

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Ein junger Baum, der keine BlÀtter mehr trÀgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist mein Beitrag zu Paleicas Projekt: Magic Letters.