Picknick im Park

Große Dinge werfen ihre Schatten voraus, beziehungsweise krümeln sie manchmal auch auf Picknickdecken herum: Die Gruppe der Erlanger Wortwerker wird gemeinsam mit einer Gruppe von Fotografen aus Erlangen eine Ausstellung und eventuell ein gemeinsames Buch gestalten. Bisher fand ein höchstpersönliches erstes Treffen im Kulturzentrum E-Werk statt, auf dem die Fotografen viele Bilder auf die Tische legten, dann wurden viele Fotos in eine für alle Mitglieder zugängliche Dropbox geladen. Auf diesem ersten Treffen hatte mir spontan der Stil und das Bild einer Fotografin zugesagt, ich gab ihr einen Text, dieser gefiel ihr wiederum und sie fotografierte extra dazu ein neues Bild. Ein zweiter Text ist in Arbeit, vielleicht grabe ich noch einiges aus meinem Archiv, schließlich sind mehrere Lesungen geplant, da wäre es ja langweilig, immer den gleichen Text zu lesen.

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Picknick auf Decken im Schlosspark Erlangen.

Damit wir uns alle besser kennen lernen konnten, wurde ein fröhliches Picknick im Erlanger Schlossgarten organisiert. Jeder brachte etwas mit, einige kamen pünktlich und andere etwas später, aber das machte überhaupt nichts. Drei Stunden lang wurde geplaudert und gefuttert, bis kurz vor acht auch die letzten ihre Sachen wieder zusammenpackten und jeder in seine Richtung verschwand.

Also: Bleiben Sie dran. Es wird bestimmt spannend.

Eiserne Wassersperre am Dechsendorfer Weiher: Für die Rostparade

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Dechsendorfer Weiher im Abendlicht

Nur ein Fahrradstündchen durch den Wald liegt der Dechsendorfer Weiher von uns entfernt, oder der Große Bischofsweiher, wie der Teich kurz vor Erlangen auch genannt wird. Als ich nach Oberfranken zog, waren wir dort gelegentlich. Jetzt ist es etwas weniger geworden. Das liegt daran, dass es noch viele andere schöne Plätzchen rundum gibt, und dass es – so kurz hinter Erlangen und nicht weit von Nürnberg entfernt – hier für meinen Geschmack manchmal einfach zu belebt ist.

Immerhin gibt es von JBO einen Song über den weißen Hai im Dechsendorfer Weiher:

JBO: Der Weiße Hai

Einmal hatte die Lieblingshausziege extra ihre Badesachen mitgenommen, als wir mit dem Fahrrad zum Weiher fuhren und war dann ganz enttäuscht, dass Baden verboten war, der Blaualgen wegen.

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Dechsendorfer Weiher im Abendlicht

Dabei sieht der See ganz in Ordnung aus. Es schwimmen Fische darin, Schwäne, Blesshühner und Enten darauf, am Rand flitzen Bachstelzen herum. Sogar Muscheln sind zu sehen, wenn mal das Wasser abgelassen wird. Und was für große!

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Dechsendorfer Weiher mit Muschel.

 

Der Grund für das Problem mit den Blaualgen soll der Röttenbach sein, heißt es. Aber nichts genaues weiß man nicht, schließlich sagt der Betreiber der Kläranlage – von dort werden geklärte Abwässer in den Röttenbach geleitet -, dass alle Werte in Ordnung seien. Außer bei Starkregen. Nun ist der Röttenbach neu eingesperrt, abgedichtet und wird am Dechsendorfer Weiher vorbeigeleitet. Vorher wurden in einem der Nebenweiher fette Stahlprofile in den Seeboden gerammt. Wenn es denn hilft – und der Seeschönheit dient, bitte sehr.

dechsendorfer weiher

Dechsendorfer Weiher

Die Profile lagen bereits rostig am Seeufer, jetzt stecken sie rostig in Wasser und tief im Schlamm.

Das ist mein Beitrag zu Frau Tonaris Rostparade, die an jedem Monatsletzten alles Rostige einsammelt. (Klick auf den Link öffnet den Zugang zu Frau Tonari und allen anderen Teilnehmern)