Jubel in Malaga

Triumph: Das hat mich an Malaga erinnert, diese Stadt, die auf den ersten Blick so traurig wirkte. Als jedoch die Feria begann, schienen die Menschen wie verwandelt: Sie trugen bunte Kleider, sangen laut und unbekümmert und tanzten in den Straßen.

Feria in Malaga

Feria in Malaga

Feria in Malaga

Feria in Malaga

Feria in Malaga

Ich bin, was ausgelassenes Feiern betrifft, eher zurückhaltend. Lieber nicht. Ich vermute mal, es geht vielen Menschen so, weiß es allerdings nicht so genau. Kommt Alkohol ins Spiel, viel Alkohol möglicherweise, wird es eher unangenehm als lustig. Als ich einmal zu einem Brauereifest musste, um für die örtliche Zeitung zu fotografieren, war ich relativ früh dort und bin schnell wieder gegangen. Zwar wurden die Menschen mit jedem Glas Bier zutraulicher und wollten aufs Bild, mir war das eher unangenehm: So wollen die sich doch bestimmt weder in der Zeitung, noch in der Online-Galerie sehen, erst recht nicht, wenn sie am nächsten Tag wieder nüchtern sind.

Verbunden mit: Daily Prompt „Triumph“

Feria de Malaga

Um Mitternacht sei ein Feuerwerk, erklärte der nette Kellner in der Tapas-Bar am Freitagabend. Damit beginne eine Woche Feria. Für mehr Erklärung reichte sein Englisch und mein Spanisch nicht. Aber immerhin verschlief ich das Feuerwerk nicht, sondern ging zum Strand, von dort könne ich es gut sehen, diese Erklärung hatte ich noch verstanden.

Malaga

Feuerwerk in Malaga: Beginn der Feria.

Kurz vor zwölf also war der Strand dicht bevölkert, ich fand glücklich noch einen Stehplatz auf dem kleinen Mäuerchen für mich und mein Stativ, so dass Fotos ohne Hinterköpfe möglich waren. Kaum war die halbe Stunde Feuerwerk um, verliefen sich die Menschen und ich ging auch lieber ins Bett.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus in die Stadt – wir wussten ja nichts. Viele Frauen hatten Blumen ins Haar gesteckt und trugen scheinbar die Kleider, die in den Touristenneppläden hingen und liefen in kleinen Trippelschritten. Wir folgten, schließlich war es bei den vielen Menschen deutlich leichter, mit dem Strom zu schwimmen, als sich gegen ihn anzustemmen. Überall standen Bands, machten Musik, die Menschen tanzten und sangen dazu. Eine Melodie kannte ich sogar, aber die Spanier sangen nicht den Fußballtext von Tim Toupet: „Eine Straße, viele Bäume“, sondern irgendetwas anderes.

Feria heißt übrigens „Messe“, die Spanier feiern damit die Rückeroberung der Stadt Malaga durch die katholischen Könige im August 1487. Seit 711 war Malaga eine maurische Stadt, erst 776 Jahre später wurde sie katholisch, dank Isabella und Ferdinand. Ob da Rückeroberung das geeignete Wort ist, oder nicht, kann ich nicht beurteilen, dafür müsste ich die spanische Geschichte besser kennen – und wissen, ob Spanien vor 711 überhaupt schon christlich war, oder nicht. Wer weiß das schließlich heute noch?

Aber es ist egal, die Leute feiern, und zwar richtig und ausgelassen. Es macht Vergnügen, einfach durch die Straßen zu ziehen:

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.

Malaga.

Feria in Malaga.