I see faces: Ein zwinkernder Baum

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Baum im Bierkeller

Bierkeller sind in Franken eine wunderbare Einrichtung, obwohl der Name auf den ersten Blick etwas irreführend wirkt. Schließlich sitzen die Gäste ja im Freien, meist unter Bäumen – und nicht in einem dunklen und kühlen Keller.

Für alle, die es genau wissen wollen: Im Bierkeller wird nicht gesessen, getrunken und gegessen, im Bierkeller liegt einfach das Bier und hat es dort schön kühl.

 

Die meisten Bierkeller stammen noch aus längst vergangenen und oft romantisch beschworenen Zeiten. Damals gab es weder Strom, noch Kühlschrank. Statt dessen buddelten sich die Bierbrauer in die Tiefe des Sandsteins, der die immer gleiche Kühle bot und lagerten dort ihr Bier. Irgendwann schenkten sie direkt an den Kellern auch das Bier aus – und sparten sich im Sommer den Transport bis zur Wirtschaft.

Wie viel Bier jemand trinken muss, bis er weiße Mäuse sieht, das weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls nur ein einziges Glas Hefeweizen getrunken, bis ich das Gesicht im Baum entdeckt habe. Ob der Wirt damit die Gäste schrecken will?

Das ist mein Gesicht im Juli für Rosenruthie, bei der es auch dieses Mal noch viel mehr Gesichter zu entdecken gibt: Klick hier.

I see faces: Mitten im Turm, mitten am Tag

Stadtbefestigung

Turm in der Stadtmauer Mühlhausen

Der Besuch bei den Eltern wurde von diesen für uns sehr abwechslungsreich gestaltet. Wir waren nicht nur mit der Draisine in der Natur unterwegs, sondern auch auf dem Mühlhäuser Rabenturm und der Stadtmauer. Dort habe ich von oben in einen beleuchteten Turm geguckt – und ein Gesicht entdeckt. Extra für Rosenruthie. Dort findet ihr noch viel mehr Gesichter: Klick hier.

I see faces: Das Häuschen am Abt-Degen-Steig

Alberich Degen ist schuld: Als 42. Abt des Ziesterzienserklosters in Ebrach – dort, wo heute die Justizvollzugsanstalt Ebrach ist – führte er vor ziemlich genau 350 Jahren die Silvanerrebe in Franken ein.

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Abt-Degen-Steig in Zeil am Main

Wenn wir auf der Bundesstraße von Forchheim aus an den Main fahren, grüßt dieses freundliche Gesicht aus dem Weinberg. Nur den Abt-Degen-Steig, nach eben jenem oben erwähnten Abt benannt, sind wir noch nicht gewandert, aber das kommt vielleicht auch noch. Der Wein aus dieser Gegend schmeckt jedenfalls wunderbar. 🙂

Das ist mein Beitrag zu „I see faces“ bei Rosenruthie. Dort gibt es noch viel mehr Gesichter zu sehen.

I see faces: Kalt ist’s im Wald

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Gesicht am Baum

Immer wieder sehe ich Gesichter, wenn ich irgendwo unterwegs bin: Hier wohnt im Baum ein kleines altes Weibchen, so eines wie früher, mit roten Apfelbäckchen und einem Kopftuch. Es wohnt am Waldrand, grüßt freundlich, wenn ein Wanderer des Weges kommt und wartet, dass es Frühjahr wird und die Blätter neu sprießen. Ob sie dann wohl ihr Kopftuch wieder abnimmt?

Bei Rosenruthie versammeln sich an jedem Monatsersten eine ganze Menge Gesichter.

I see Faces: Ein Männlein steht im Walde…

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Ein Männlein steht im Walde…

Wenn es Winter ist, ist es kalt. Wer sich nicht warm anzieht, riskiert dann, dass er sich einen Schnupfen einfängt: Hier ist das wohl passiert. Obwohl die Mama immer besorgt gemahnt hat: „Kind, zieh dich warm an, leg dir einen Schal um, sonst holst du dir den Tod“, hat dieses Männlein nicht gehorcht. Es lief ohne Schal, ohne Mütze und ohne Schuhe in den Wald. Zur Strafe steht es jetzt dort, auf immer und ewig einäugig und einbeinig herum, mit stets laufender Nase.

Das ist mein Bild für Rosenruthie: I see faces.

 

I see faces

bodensee 003Von Ackerbau in Pankow über Frau Tonari zu Rosenruthie: Kaum fange ich mal wieder an, in den Blogs zu stöbern, stolpere ich über deren nette Projekte. Zwar möchte Rosenruthie die Gesichter am jeweils 1. des Monats, doch da hatte ich ihren Blog noch nicht entdeckt.

Das Türmchen steht ebenfalls auf der Insel Mainau, und wacht über die Blümchen. Zur Illustration als Wächter musste es bereits einmal dienen, als ich über ein kleines bisschen Unbehagen schrieb.