L wie Licht: Magic Letters

Ob Goethes letzte Worte vor dem finalen Atemzug wirklich „mehr Licht“ waren? Das kann keiner von denen nachprüfen, die es zwar behaupten, aber mangels Anwesenheit den letzten Beweis schuldig bleiben müssen. Heute ist das Licht mein Thema: Licht brauche ich, wenn ich sehen will, und auch, wenn ich Bilder machen möchte, Bilder mit der Kamera.

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Licht auf dem Rhein.

Photografie: Mit Licht schreiben, den Moment, den flüchtigen Lidschlag fangen, einfrieren, damit die Erinnerung bleibt – bis zuletzt. Die Bilder aus der Kindheit der Eltern hielten Szenen und Posen in schwarz-weiß fest, mit den damals noch scharf gezackten Rändern, über die ich mit dem Finger gerne strich, um die kleinen Mulden und Spitzen an der Fingerkuppe zu spüren. Die Bilder von mir selbst hatten schon einen glatten Rand, bis auf die ersten, die Babybilder, auf denen die Mutter in schwarz-weißen Kleid mit Hahnentrittmuster, mich im Kinderwagen schiebend zu sehen ist.

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Hafen in Konstanz

Das Licht ist dann licht, wenn es in der Dunkelheit leuchtet und strahlt. Dagegen kann ich es im gleißenden Sonnenschein nur dann betrachten, wenn ich nicht direkt hineinschaue, mich blenden lassen vom hellen Schein. Die Leuchttürme zeigen mit ihrem Licht, wo sich sichere Fahrwasser befinden, damit nicht an Untiefen Schiffe zerschellen.

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Sonnenuntergang am Weiher

In der Dämmerung brechen Luft und Wolken  das Spektrum des Lichts auf und färben den Weiher, so dass es scheint, als sei er für einen kurzen Moment nicht von dieser Welt.

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Autofahrt durch den Tunnel.

Das ist mein Beitrag zu den Magic Letters von Paleica und hier ist das Licht der anderen Teilnehmer: Klick.