Zeit zu gehen

Es regnete, als wolle die Insel mich mit ihrem Wasser von sich spĂŒlen…

Am Samstag war ich – gemeinsam mit weiteren vier Mitschreiberinnen – mit dem Bus in Keitum, kurz bevor dieser hielt, begann es zu regnen und regnete in einem fort, bis jetzt und wahrscheinlich noch, bis wir morgen endlich wieder abreisen. Des Regens wegen waren wir in einer Töpferei, ich meine, wir hĂ€tten alles genommen, was auf dem Weg lag und ein dichtes Dach bot, warum also nicht die Töpferei – doch ich fand zwei schöne Tassen, passend groß fĂŒr Tee. Die werde ich ordentlich polstern und im Koffer verstauen, auf dass sie heil mit mir nach Hause kommen. Tee ist gut, Tee ist immer gut, vor allen Dingen bei einem solch nassen Wetter.

In einem kleinen TeehĂ€uschen in Keitum war fĂŒr fĂŒnf Weibsen kein Platz mehr frei, also fuhren wir zurĂŒck mit dem Bus nach Westerland, suchten das Cafe Wien, von dem andere bereits geschwĂ€rmt, fanden es, sogar einen Platz, wĂ€hlten Kuchen und Kaffee.

Irgendwann ging es zurĂŒck zum letzten Teil der Schreibkurses, einem Abschiedsabend, von dem ich mich schnell verabschiedete, einer letzten Nacht im Bett von Puan Klent, einem strahlenden Sonnenaufgang, einem letzten FrĂŒhstĂŒck, zusammenrĂ€umen, Koffer schnappen, ins Taxi packen und auf nach Westerland, in den Zug zurĂŒck nach Hamburg.

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Sonnenaufgang auf Sylt

Und weil das Internet hier zu Hause wieder geht, gibt es wenigstens das Bild vom Sonnenaufgang.