Ein kleiner Hahn im Kressebeet

we 149

Ein kleiner Hahn im Kressebeet

Neulich habe ich wieder ein bisschen gemalt – und da ich nach dem Ostereierbemalen so auf „kleine Dinge“ getrimmt war, wurde auch das Hahnenbild ziemlich klein. So passt es besser in das Kressekistchen, das ich mit Hornveilchen noch geschmückt habe.

we 152

Kleiner Hahn mit Osterei

Und weil heute Weltlyriktag ist, habe ich ein wenig gekramt und gefunden:

Abstieg zum Weiler (Rainer Malkowski)

Kneif die Augen zusammen: / im Tal, warm / in der Märzsonnenflut, / treiben die Häuser, / die gebuckelten Mauern – / weiße Segel / für die Vermissten gebläht. / Dass du dich / nicht täuschst. / Für jene, die endlich / herabkommen von den Schneebergen, / durch die finsteren Wälder, / wo es starrsinnig / unter dem Laub rauscht. / Dass du dich / nicht täuschst. / Kein Laden knarrt, keine Tür. / Kein Stiefel schabt den Stein. / Nur das schmutzige Huhn / auf der Schubkarre / regt zweimal die Flügel. / Kein Hahn weit und breit, / der kräht.

Das Gedicht steht in dem kleinen Bändchen „März“ von Reclam. Für jeden Monat gibt es ein solch kleines Büchlein, in dem passende Gedichte zusammen gesammelt sind.

Das ist mein Beitrag zum kleinen Monat bei Cubus Regio. Der Klick auf den Link führt zu vielen anderen kleinen Dingen…