Aufstieg zur Burg Wertheim

Weil ich so viel zu tun hatte, weil ich mich nicht gekĂŒmmert hatte, weil ich alles dem Mitbewohner ĂŒberlassen hatte, landeten wir in einem Wertheimer Gasthaus, am Rande des Spessarts. Eigentlich sollte es ja nach Miltenberg gehen, der Mann hatte Erinnerungen an diesen Ort und wollte ihn einmal in Ruhe angucken. Der fĂŒr die Übernachtung ausgewĂ€hlte Wertheimer Gasthof ĂŒberzeugte jedoch durch seinen relativ niedrigen Preis, weniger durch die recht robuste Innenausstattung, die aus den siebziger Jahren stammen dĂŒrfte und dafĂŒr noch gut erhalten ist.

So dauerte es am Freitag noch bis zum frĂŒhen Nachmittag, dann war ich mit den Texten fertig. Die Sachen waren jedoch schnell gepackt, der Weg auf der Autobahn nicht weit. Kurz nach der Autobahnabfahrt erzĂ€hlte ein Schild vom „lieblichen Taubertal“, der Mann wies allerdings darauf hin, dass rechts von uns der Main sei, nicht die Tauber. In Wertheim angekommen, ging es hoch, höher, um noch eine Kurve und wieder höher, bis zum Gasthof. Dort parkten wir die RĂ€der in der Garage und fuhren mit dem Auto wieder nach unten ins StĂ€dtchen, liefen durch die Gassen, ĂŒber viele Treppen hinauf zur Burg, außen drumherum, hinein, wieder Treppen hoch, bis wir vom Burgturm herab auf sĂ€mtliche DĂ€cher und den Zusammenfluss von Main und Tauber gucken konnten.

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Ein Blick zurĂŒck zeigt, wie viele Stufen es aufwĂ€rts ging. Immer außen an der Burgmauer entlang…

FĂŒr diese Burg ließen die Staufer den Grundstein legen, so stand es auf Tafeln geschrieben, spĂ€ter wurde, wie das so ĂŒblich war, immer weiter ausgebaut, renoviert und aufgehĂŒbscht, bis eine Pulverexplosion und der 30jĂ€hrige Krieg dem Ganzen einen Schlusspunkt setzten. Jetzt ist sie Ruine, doch immer noch imposant. Wer hier oben herrschte, hatte klar den Überblick.

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Der Eingang…

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Der Palas als Schattenriss von innen, die unteren Fenster sollen zum Teil noch staufisch sein.

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Der Palas von außen.

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Hoch auf den Turm: Dieser lÀsst sich besteigen.

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Blick von oben, vom Bergfried, dem Burgturm, auf den Zusammenfluss von Tauber und Main.

Den Rundgang ĂŒber die Wertheimer Burg verlinke ich mit Fraukes Schwarz-Weiß-Blick. Wer mag, findet dort noch eine ganze Menge schwarz-weißer Schönheiten.